Von Sebastian Nobile

Erster Eindruck von der Demo „Hooligans gegen Salafisten“. Es fing gut an, Kategorie C spielte ein paar Lieder, Stimmung war da noch friedlich. Doch das blieb nur bis zum Marsch so – nahe dem Ebertplatz flogen aus unseren Reihen Flaschen gegen die Polizei: Das ist das, was ich gesehen habe! Dahinter steckt aber wohl noch mehr und so scheint ein türkischer Polizist offenbar Hooligans gezielt angegriffen zu haben und man hat wohl seitens der Polizei Antifa-Störer in dieser Seitenstraße durchgelassen! Hierzu gibt es Zeugenaussagen, die ich als vertrauenswürdig einstufe, weil ich einen der Zeugen kenne! Später am Breslauer Platz wurde ein Einsatzwagen der Polizei umgeworfen: Dem soll ebenfalls ein Vorfall vorangegangen sein, bei dem Polizei auf Leute eingeknüppelt hat.

Es gab aus unseren Reihen jedoch viele, die trotzdem immer wieder zur Friedlichkeit aufgerufen haben. Ich schätze die Teilnehmer – Zahl auf über 5000. Die Gegendemo hatte etwa 500 Leute. Es waren auch ein paar Nazis drunter, aber die musste man mit der Lupe suchen. Ich freue mich zwar drüber, dass Leute in solchen Massen auf die Straße gehen, aber die Gewalt gegen die Polizei geht einfach nicht. Einige in unseren Reihen waren klar auf Krawall gebürstet. Da bricht sich eine Wut Bahn, die in Jahrzehnten Islam – Hätschelei in diesem Land herangezüchtet wurde! Fotos, Videos und ausführlicher Bericht kommt wahrscheinlich morgen.

Ich bin enttäuscht, dass dieser Staat und diese Medien es durch ihre Lügen und ihre Volksfeindlichkeit so weit gebracht haben, dass die Situation in Deutschland insgesamt derart eskaliert! Man muss trotz allen Problemen heute aber dankbar sein, dass sich Leute nun in Massen aufmachen, um dem radikalen Islam in diesem Land seinen Platz zuzuweisen. Und dafür dürfte die Demo heute ein Zeichen gesetzt haben!

Verletzte und zahlreiche Festnahmen bei Demo HoGeSa in Köln

Nachdem die Polizei mit Flaschen, Steinen und Böllern angegriffen wurde, hatte sie mit Wasserwerfer-, Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz die Lage vorübergehend beruhigen können.

Hiernach kam es jedoch noch zu weiteren Ausschreitungen, bei denen weiterhin Steine, Flaschen und ganze Fahrräder auf Polizisten geschleudert wurden.

Die Hooligans, die für den Gewaltausbruch offenbar verantwortlich waren, wurden kurzzeitig, wie manche Medien berichten, eingekesselt und dann in Gruppen zur Abreise geführt. Die meisten Hooligans sollen wohl mittlerweile den Veranstaltungsort rund um den Hauptbahnhof verlassen haben.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-10/demonstration-gegen-salafisten
https://twitter.com/chefreporterNRW (Twitterkanal mit zahlreichen Liveberichten und Bildern)

Wie der WDR berichtet, seien die beiden Gegendemonstrationen bestehend aus Linken und Antifa, friedlich gewesen. Dennoch kommt es nach Abreise der meisten Hools zu einigen Festnahmen.

Zu welch verzweifelten Maßnahmen sich die Polizei gezwungen sah, zeigt der Liveticker vom Express. Dort wurde folgender Eintrag gepostet, den wir vollständig zitieren möchten:

„17:49 Uhr: Man will es eigentlich gar nicht glauben: Die Polizei sielt zur Deeskalation „Atemlos“ von Helene Fischer. Kein Scherz! Eine langsame Piano-Version des Schlagers schallt aus den Boxen. Tatsächlich beruhigt sich die Situation ganz allmählich. Trotzdem kommt es immer noch zu Verhaftungen.“

http://www.express.de/koeln/demo-hooligans-gegen-salafisten-in-koeln—liveticker,2856,28849870.html

Bei einem „Kräfteverhältnis“ von 3:1 zum Nachteil der Polizei verwundert es nicht, wenn man alles versucht, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, auch wenn die Maßnahme an sich noch so verwunderlich sein mag. Denn den über 3000 gewaltbereiten Hools standen lediglich 1000 Polizisten gegenüber. Auch wenn seitens der Bundespolizei, wie es heißt, noch etwa 300-500 Beamte zusätzlich ins Feld geschickt wurden, hat sich das Verhältnis nicht merklich verändert.

Der ursprüngliche Veranstalter der Hooligan-Demo HoGeSa, Dominik Roeseler, stellvertretender Vorsitzender von PRO-NRW, distanziert sich mittlerweile von der Bewegung. Die Veranstaltungsleitung wurde von einer anderen Person übernommen.

http://www1.wdr.de/themen/panorama/hooligandemo112.html

Inzwischen berichten verschiedene Medien über Verletzte. Die Zahlen schwanken, je nach Quelle. Momentan ist von insgesamt 14 Verletzten die Rede, hiervon 13 Polizisten! Eine Frau wurde von einer geworfenen Flasche getroffen und wurde hierdurch schwer verletzt.

Ein Reporter (Twitterlink siehe oben) beschreibt die von ihm gemachten Beobachtungen vor Ort mit „bürgerkriegsähnlichen Szenen“.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/13-verletzte-polizisten-nach-hooligan-demo-aid-1.4621486

Wir wünschen allen Verletzten schnelle Genesung und hoffen, dass in den verantwortlichen Etagen, sei es in der Politik oder bei der Polizei, Lehren aus diesem Debakel gezogen werden.

Die Polizei ist der falsche Ansprechpartner, wenn gesellschaftliche Probleme nicht gelöst werden, die mittlerweile offensichtlich sind. Alle Kollegen, die zwischen die Fronten geschickt werden, werden hier nur verheizt!

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Bild: Frank Schneider
https://twitter.com/chefreporterNRW/status/526410757450518530