Die Polizei in Hannover wird die für den15. November geplante Demonstration von Hooligans verbieten. Der hannoversche Polizeipräsident Volker Kluwe sagte am Freitag, dass hinter der angemeldeten Kundgebung die gewaltbereite Gruppe „HoGeSa“ (Hooligans gegen Salafisten) stehe.

Polizeipräsident Kluwe

Nach den Ausschreitungen in Köln befürchte man, dass es auch in der Landeshauptstadt zu massiven Auseinandersetzungen kommen könnte. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Fortsetzung der Veranstaltung in Köln handelt“, begründete Kluwe das Verbot.

Bei der Demonstration unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ war es vor wenigen Wochen zu einer Straßenschlacht zwischen rund 4.800 rechtsextremen Gewalttätern und der Polizei gekommen.
Details zum Verbot wollte Kluwe zunächst nicht nennen, diese müsse zuerst der Anwalt des Veranstalters erfahren. Das Schreiben mit dem Verbot der Demo gehe ihm noch im Laufe des Tages zu. Bis Montag könne er dazu Stellung Beziehen. Hannovers Polizeipräsident geht aber davon aus, dass ein Verbot auch vor einem Gericht Bestand haben würde.

Die Polizei stellt sich ungeachtet des möglichen Verbots für den 15. November auf die Anreise von gewaltbereiten Hooligans ein. „Wir werden vorbereitet sein“, sagte Kluwe. Er hoffe, dass ein Verbot viele Demonstranten von einer Anreise abschrecken werde. Unterdessen lobte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostock (SPD) die Entscheidung der Polizei: „Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut„, sagte der SPD-Politiker. Es dürfe aber nicht für Exzesse missbraucht werden. „Für Gewaltaktionen und ausländerfeindliche Parolen ist in Hannover kein Platz.“

Der wahre Grund für das Verbot der HoGeSa Demo ist nicht die Angst, dass die Hools Hannover in Schutt und Asche legen, wie Köln….?
Sondern, dass sich gewaltbereite Gegendemonstranten auf die Hooligans stürzen und so einen Gewaltexzess starten, den die Polizei nicht mehr unter Kontrolle bekommt.

Im Vorfeld der geplanten Hooligan-Kundgebung hatte sich eine breite Front gebildet. Parteien, Gewerkschaften und Vereine hatten zu Gegenveranstaltungen aufgerufen. Rund 2.000 bis 2.500 Menschen wollten sich zum Protest gegen die Hooligan-Demo einfinden.

Die Antifa warnte HoGeSa bereits im Vorfeld mit den Worten:

„Ihr habt doch überhaupt keine Ahnung davon, was hier in Hamburg los ist, wenn der FC Sankt Pauli und seine Antifa-Szene gegen Euch mobilisiert, wenn die autonome Flora-Szene mobilisiert und die Linken mal in voller Besatzung antreten“.

Wir gehen davon aus, dass die Antifa, auch in Hannover, in Massen vertreten sein wird und den Demonstrationszug der HoGeSa angreifen und massive Körperverletzungen und Tote in Kauf nimmt.