Nach den Anschlägen von Paris hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ausdrücklich vor die Muslime gestellt. Bei einem Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu sagte sie „Der Islam gehört zu Deutschland – und das ist so, dieser Meinung bin ich auch.“
Nach dieser Kanzleraussage hat die CSU nun heraus gewürgt, dass sie den Blasphemie-Paragraphen verschärfen will, so, dass in der BRD kein Mohammedaner, deren Prophet und deren Gott mehr beleidigt werden darf, da diese Beleidigungen „geeignet sind, den öffentlichen Frieden zu stören“.
So überlege man in der CDU denn auch, eine Anhebung des Strafrahmens von 3 auf 6 Jahre einzuführen.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sie sind die Bundeskanzlerin aller Menschen, die in Deutschland leben, und somit selbstverständlich auch die Kanzlerin der Muslime. Das ermächtigt Sie aber nicht dazu zu behaupten, der Islam gehöre zu Deutschland. Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers, eine Religion zu rehabilitieren oder zu bewerten. Politiker sind für die Menschen da nicht für die Ideologien dieser Menschen. Bevor Sie diese Behauptung in die Welt setzen, sind Sie verpflichtet, den Bürgern dieses Landes zu erklären, was der Islam ist! Gehört die Aufteilung der Welt in Gläubige und Ungläubige auch zu Deutschland?
Was ist mit Dschihad?
Was ist mit Polygamie?
Was ist mit der Todesstrafe für Apostaten?
Was ist mit Körperstrafen für Diebe und Ehebrecher und Alkoholtrinker?
Was ist mit Frauenrechten, die im Islam kaum vorhanden sind? Was ist mit Sklaverei, die im Islam nicht verboten ist?
Was ist mit dem Recht der Kinder Angstfrei erzogen zu werden und nicht mit der Drohung mit Höllenqual aufzuwachsen?
Entweder wissen Sie nicht, dass all das auch zum Islam gehört, dann sind Sie nicht qualifiziert, dieses Urteil zu fällen. Oder Sie wissen bescheid und täuschen die Bürger dieses Landes um weiterhin Saudi Arabien Panzer zu verkaufen und dem türkischen Handelspartner nicht zu verärgern! Auch ich bin ein Bürger dieses Landes und sage Ihnen, Sie irren sich. Und Sie tun Muslimen kein Gefallen in dem Sie etwas behaupten, was der Wahrheit nicht entspricht und was die Mehrheit der Deutschen anders sieht, übrigen auch viele deutsche Muslime und Ex-Muslime, die vor dem Islam in ihren ehemaligen Heimatländern fliehen mussten!
Hamed Abdel-Samad
Januar 19, 2015 at 11:17 am
@FaustusGeo: „Ich meine, sie hat mehrmals klar gemacht, dass der extremistische Islam nicht der Islam ist, den wir in Europa und anderswo akzeptieren können…“
Es gibt nur DEN Islam. Fragen sie den türkischen Ministerpräsidenten.
Einen „Islam, den man akzeptieren kann“… wo, bitteschön, gibt es den ?
In allen islamischen Ländern und in ALLEN Parallelgesellschaften (in allen Ländern) zeigt der Islam die beschriebene, gewaltbereite Steinzeit- Ideologie, erkennbar an den Verhaltensweisen, die Hr. Abdel-Samad beschreibt.
Januar 16, 2015 at 12:20 am
Erstmal – und das ist etwas kleinkarierte Erbsenzählerei – ist Frau Merkel natürlich nicht Kanzlerin aller hier lebenden Menschen, sondern nur der deutschen Bürger und Bürgerinnen, denn nur diese können sie auch wählen.
Richtig ist, sie kann den Islam nicht rehabilitieren, aber doch durchaus bewerten. Ich meine, sie hat mehrmals klar gemacht, dass der extremistische Islam nicht der Islam ist, den wir in Europa und anderswo akzeptieren können – unglaublich, dass ich mal Merkel verteidigen muss :-). Dennoch ist der Satz von Wulff, den sie ja nur voller Überzeugung wiederholt hat, zu hinterfragen. Was heisst denn „gehört zu Deutschland“? Wenn eine Sache oder Eigenschaft zu etwas „gehört“, bedeutet das doch, dieses macht den Charakter aus, hat identitätsstiftende Bedeutung und lässt sich einfach nicht wegdenken, ohne das Gesamtbild zu zerstören. Wenn es auch schon im alten Preussen (die ersten ?) Moscheen gegeben hat, islamische Einheiten durchaus beseelt für die Sache des 3. Reiches gekämpft haben und wir mit der Zuwanderung der Gastarbeiter in den 50er und 60er Jahren auch eine Vermehrung der Muslime in unserem Land erleben durften (!) – wir haben den Islam bei uns, weil wir Religionsfreiheit haben, nicht weil zur Identität „Deutschland“ der Islam unverzichtbar ist. Ich kann mir ein Deutschland ohne Islam durchaus vorstellen, ohne einen Qualitätsverlust für Deutschland zu befürchten.
Bei dem Vorstoß der CSU zur Verschärfung der strafrechtlichen Relevanz von Blasphemie kann man erstmal nur zum Abwarten raten – auch da wird nur mit Wasser gekocht.
P.S. Sicher hat die Ökonomie eine wichtige Rolle – wir machen eben auch Geschäfte mit islamischen Staaten, die wir eigentlich schneiden müssten!
Januar 15, 2015 at 4:48 pm
Dann gibt es bald Schariagerichte, die deutschen Gerichte können dann schließen und regiert werden wir dann von einem Kalifen
Januar 15, 2015 at 9:20 am
Genau… „Sie irren sich“! Leider…