und diese wissen es.

Nach der Islamkonferenz kam es heraus: Islamische Vertreter nahmen wichtige Beschlüsse wie die Verpflichtung auf die demokratisch-freiheitliche Ordnung wieder zurück.
Der „Koordinierungsrat der Muslime“ hatte zunächst den Erklärungen der Arbeitsgruppen zugestimmt. Inzwischen hat er allerdings seine Zustimmung zu einigen Punkten wieder zurückgezogen: zum Beispiel die Passage zum Thema Wertekonsens, die besagt, dass die hier lebenden Muslime sich auf die demokratisch-freiheitliche Ordnung verpflichten müssen. Zurückgezogen wurde auch die Zustimmung zur Passage, die den Islamismus als Gefahr bezeichnet.
Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass der Koordinierungsrat nur eine Minderheit der Muslime vertritt, die jedoch sehr wirkungsmächtig ist. Die Mehrheit der Muslime hat nichts mit den Interessen der Verbände gemein.

Verschiedene muslimische Organisationen haben sich zum Kernbestand der Menschenrechte bekannt. Das klingt gut, reicht aber nicht aus. Denn Menschenrechte müssen uneingeschränkt gelten und nicht nur in ihrem Kernbestand oder gar unter dem Vorbehalt der Scharia.

Wie begründet der Dachverband denn den erstaunlichen Rückzieher?

Seine Vertreter behaupten, die Passagen seien nicht klar genug definiert. Ich halte das für vorgeschoben. Der Dachverband will seine Interessen hinter einem Formelkompromiss verstecken.
Offensichtlich weichen die Passagen so weit von den Interessen ihrer Mitglieder ab, dass der Spagat mit dem deutschen Staat nicht gelingt. So traurig diese Entwicklung ist: durch die ablehnende Haltung des Dachverbandes wissen wir nun eindeutig, dass der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung für ihn nicht selbstverständlich ist.