Das Antisemitismus nichts mit dem Islam zutun hat, ebenso wie der Islam nichts mit dem Islam zutun hat, dass wissen die Deutschen bereits, wird es ihnen doch durch die Medien und Politik immer wieder beteuert.

Das sich Juden in Berlin nicht sicher fühlen, weil sie immer öfter von „Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ angegriffen und beleidigt werden spielt dabei keine Rolle, denn man will die Deutschen täuschen und ebenso die Schuld geben.

Darum lässt sich Berlins Arbeitssenatorin Dilek Kolat auch nicht lange bitten und zeigt auf, wer tatsächlich antisemitisch ist.
„Zwar ist in Berlin die Zahl antisemitischer Vorfälle in den vergangenen Jahren gestiegen. Diese kämen aber zum größten Teil aus der rechtsextremen Szene. Wir haben ein Problem, aber das lässt sich nicht eindeutig fokussieren nur auf muslimische Berlinerinnen und Berliner”, sagte Kolat.

Grundsätzlich fühlten sich die Juden in Deutschland sicher, sagte er Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.
Antisemitismus sei kein neues Phänomen, sagte Schuster; neu und unerwartet aber sei die Allianz linker und rechter Antisemiten.

Und noch einer konnte es nicht lassen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, äußerte Verständnis für die Ängste der Juden in Deutschland. „Diese Ängste sind berechtigt“, sagte Mazyek.

Doch nun wird es spannend, was ist Antisemitismus denn nun und wer trägt die Schuld? Die Antwort weiß die Vorsitzende der Amadeu- Antonio-Stiftung, Anetta Kahane.
„Die Angst vieler Juden vor Übergriffen und physischer Gewalt habe einen realen Hintergrund. Tatsächlich seien viele muslimische Jugendliche Antisemiten. Dennoch seien weder der Islam noch der Islamismus das Problem; Antisemitismus in Deutschland sei ein gesamtgesellschaftliches Phänomen.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck erklärte, „es gibt in Deutschland Gegenden, in denen sollte man sich besser nicht als Jude, Homosexueller, Muslim oder Migrant zeigen oder zu erkennen geben“.

Ob das der Berliner SPD-Politiker und DGB-Mitarbeiter Andrew Walde genauso sieht? Schliesslich hatte er einen Selbstversuch gestartet und es waren keine Rechtsradikalen und nicht die gesamte Gesellschaft die ihn bedrohte.

“Was ich in Kreuzberg erlebt habe, war wirklich beängstigend. Ich habe mich gefühlt wie im Feindesland. Das muß man selbst erlebt und am eigenen Körper gespürt haben. ” Walde gesteht in seinen weiteren Schilderungen letztlich ein, erstmals als Deutscher Angst in seiner Heimatstadt Berlin zu haben. Wie “in fremder Uniform hinter der Front abgesetzt.” sagt der Politiker.

Und an alle, die den Antisemitismus bei den Deutschen als Gesamtgesellschaftliches Problem sehen rät Walde: “Setzt euch eine Kippa auf, tragt einen Davidsstern oder gar einen schwarzen Mantel. Und dann auf in die Vielfalt, Friedfertigkeit und Toleranz des Islam. Allein. Ohne Begleitschutz. Und dann diskutieren wir weiter.”