Nachdem sich in Deutschland die Muslime, die Politiker und nicht zuletzt auch die Kirchen über das Kopftuch in der Schule freuen, während andere religiöse Symbole dort verbannt wurden, wird in Schweden der Ramadan zu eine schwedischen Tradition erklärt-

Da der Ramadan in schweden schon sein vielen Jahren gefeiert wird, wenn auch nur von Muslimen, soll er laut schwedischen Abgeordneten eine Tradition sein.

Nyheter24 stellte die Frage nach der Tradition und erhielt entsprechende Antworten.
So sagte die schwedische Abgeordnete Veronica Palm: „Wenn Schweden außerhalb Schwedens ihren Urlaub verbringen, und das jedes Jahr, viele Jahre lang, dann ist dies auch eine schwedische Tradition, warum sollte also der Ramadan keine schwedische Tradition sein.“

Ihr Parteifreund Hillevi Larsson gibt ihr Recht und sagt: „Genau, auch der Ramadan wird schon viele Jahre in Schweden gefeiert.“

Auch Mitglieder anderer Parteien stimmen in den selben Chorus ein. Anders Jonsson sagte: „Es reicht, wenn eine Gruppe von Menschen ein Ereignis feiert, dann wird es zu einer schwedischen Tradition, egal ob alle mitmachen oder nur wenige. Wenn Muslime bei uns den Ramadan über viele Jahre praktizieren und das Fastenbrechen an dessen Ende begen, so ist es eine schwedische Tradition.“

Emma Henriksson, Christdemokrat Gruppenleiter im Parlament, sagte, dass die Frage nicht so einfach zu beantworten sei.
„Es ist keine schwedische Tradition im Sinne der ursprünglichen Traditionen, die seit Generationen begangen werden.“ Weiter sagte sie: „Würde ein Mensch, der außerhalb Schwedens lebt, fragen was typisch schwedische Traditionen sind, so würde ich ihm sagen, dass es der Hochsommer, Krebse, fermentierte Heringe, Weihnachten und Ostern sind. Grade die Tatsache, dass Weihnachten und Ostern wichtige christliche Feste sind, die für die meisten Menschen, auch für jene, die keine Christen sind, Feste sind, mit denen sie sich definieren und sie als Familienfeste feiern.“

Doch der Ramadan hat es schon lange bis ins schwedische Parlament geschafft. Während des Ramadan wird im Parlament das Essen serviert wenn die Sonne untergegangen ist.
Die Parlamentarier begehen den Ramadan ebenfalls, weil viele Lebensmittelgeschäfte verschiedene Anegbot für das muslimische Fest haben und laut der Handelsorganisation der Umsatz sich im Lebensmitteleinzelhandel um rund eine Milliarde SEK pro Jahr erhöht, und das während des Ramadan.
Da dadurch die Steuern sprudeln sehen die Parlamentarier den Ramadan selbstverständlich als Tradition, logisch, oder?