Aber für was? Richtig, für mehr flüchtige Fachkräfte. Denn auch dort ist der materielle Notstand ausgebrochen.

Und wie schafft man dort im kleinen Belgien Platz? Ganz einfach, man wirft alle Fremdlinge hinaus die arbeitslos sind und nicht innerhalb von drei Monaten einen neuen Job finden, denn diese sind eine übermäßige Belastung für das Sozialsystems.

Angeregt hat dies die Ministerin für Beschäftigung und soziale Sicherheit, Fátima Báñez. Sie begründet die Ausweisungen als eine juristische Entscheidung, die durch die europäische Gesetzgebung gedeckt ist. „Es ist eine rechtliche Entscheidung“, betonte sie am Mittwoch während der Kontrollsitzung der Regierung im Kongress.

Betroffen von dieser Maßnahme sind derzeit rund 2500 Personen aus verschiedenen europäischen Nationen. Unter ihnen sind 323 Spanier, 200 Französisch, 300 Italiener, 300 Holländer, 400 Bulgaren und Rumänen und auch 800 Portugiesen, Engländer, Polen und Slowaken.

Die belgischen Behörden halten arbeitslose Ausländer für eine „unzumutbare Belastung“ für das Sozialsystem. Und darum müssen sie gehen.“ bestätigte der Sprecher des Auswärtigen Amtes in Belgien, Dominique Ernould.

Wenn arbeitslose EU Bürger für die belgische Politik eine „unzumutbare Belastung“ sind, was sind dann Wirtschaftsflüchtlinge?