Kurioses aus aller Welt

Posted on Mai 24, 2015 von

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Die Bewohner in den südlichen Tablelands von New South Wales in Australien vermeldeten in den Sozialen Netzwerken, dass in ihrer Region Millionen von Baby Spinnen vom Himmel gefallen sind.

Es klingt wie aus einem Albtraum, aber Wissenschaftler haben bestätigt, dass dieser Spinnenregen nicht nur möglich ist, sondern auch nicht ungewöhnlich sein soll.

„Der ganze Ort war von diesen kleinen schwarzen Spinnen bedeckt, und als ich hoch zur Sonne schaute, war es wie ein Tunnel mit Bahnen, über bestimmt ein paar hundert Meter hoch“, berichtete Inga Ting dem Sydney Morning Herald. Ihr Mann fand es schön, aber etwas ärgerlich, fügte sie hinzu, weil die Spinnen sich immer in seinem Bart verfangen haben. „Wer sonst erlebt es schonmal, dass … Millionen von Spinnen vom Himmel fallen?“

Was in der kleinen Stadt geschehen ist, könnte durch zwei Spinnen Migrationstechniken verursacht worden sein, so der Wissenschaftler Martyn Robinson des Australian Museums. Die erste heißt Ballonfahren, bei dem Baby Spinnen auf eine Anhöhe klettern und sich mithilfe ihrer Spinnenweben duch einen Windstoss forttreiben lassen.

Mithilfe dieser Technik können Spinnen bis zu drei Kilometer über dem Boden und über große Distanzen fliegen. „Auch in der Antarktis tauchen sie regelmäßig auf, wenn der Wind für sie ungünstig steht. Dort sterben sie allerding aufgrund der Kälte sofort.“ berichtete Robinson dem Sydney Morning Herald. „Dies ist auch der Grund warum Spinnen die ersten Landtiere sind, die auf neuen Inseln, die durch vulkanische Aktivität entstehen, ankommen.“

Die zweite Technik wird bei starkem Regen und Hochwasser eingesetzt. Um steigenden Wasserständen zu entkommen, werfen am Boden lebende Spinnen ihre Netze aus in der Hoffnung, dadurch an einen trockenen Ort zu gelangen. In Australien ist dies auch oft passiert – Dies nennt man den sogenannten Angel Hair Effekt, wo ganze Städte bei Hochwasser mit feinen Spinnenweben bedeckt werden. Zuletzt ist das in Wagga Wagga in Australien im Jahr 2012 passiert.

Aber keine Panik, sagt Robinson, auch wenn es durchaus passieren kann, dass es Spinnen regenet, stellt dies keinerlei Gefahr für Land und Leute dar. „Es gibt nichts zu tun … Sie werden sich alle verteilen, wenn die Wetterbedingungen etwas wärmer werden….“

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