Studenten sollen Asylanten weichen

Posted on Juni 16, 2015 von

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Görlitz – Hals über Kopf werden Studenten eines Görlitzer Studentenwohnheims aufgefordert, ihre Bleibe zu verlassen. So wurden die Mietverträge zum Ende des Monats schon aufgekündigt, denn der Freistaat benötigt Platz für Flüchtlinge.

Mitten in der Prüfungszeit sind nun die ca. 40 Studenten dazu angehalten, sich um eine neue Bleibe zu kümmern. Da sich einige allerdings derzeit im Praktikum befinden, wie MDR-Recherchen ergaben, ist für diese eine intensive Suche nach einer neuen Wohnung zurzeit wenig möglich.

Mit dieser Vorgehensweise, erntete der Freistaat Sachsen aus sämtlichen Richtungen Kritik. Neben dem Görlitzer Oberbürgermeister, Siegfried Deinege, der diese Gangart für inakzeptabel hält, äußerte sich sogar die linke Landtagsabgeordnete Juliane Nagel dazu kritisch und meinte, daß mit solchen Hauruck-Aktionen das gesellschaftliche Klima vergiftet werden würde. Des Weiteren würden „viele Menschen guten Willens vor den Kopf gestoßen.“ Allerdings läßt sich aus Frau Nagels Aussagen schließen, daß sie sich in Wirklichkeit nur um den Ruf der Asylanten bei den Bürgern sorgt.

Nachdem die Studenten des Wohnheims Widerstand gegen den „Rauswurf“ angekündigt hatten, heißt es nun, daß eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei. Bei diesem Objekt handle es sich lediglich um eines von mehreren möglichen Objekten, die zur Erstaufnahme von Flüchtlingen geeignet sind.

Die Studenten haben nun eine Internetpetition initiiert, welcher sich bereits über 1.000 Menschen angeschlossen haben. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, wie schnell sich die Willkommenskultur bei den Studenten in Ablehnung umgeschlagen hat, sobald sie selbst von der irrsinnigen Asylpolitik eingeholt werden. Darf doch davon ausgegangen werden, daß sich unter den Bewohnern des Studentenwohnheimes der eine oder andere Asylromantiker befunden haben dürfte, welcher tagtäglich predigte, wie wichtig es sei, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen.

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