Wer ist Gott, die Natur oder Firmen?

Posted on Juli 16, 2015 von

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„Der Mensch ist die dümmste Spezies!
Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass die Natur, die er vernichtet, dieser unsichtbare Gott ist, den er verehrt.“ (Hubert Reeves)

Nachdem Nestle schon das Patent auf Muttermilch hat, bekam nun Monsanto das Patent auf Brokkoli.

Monsanto hat am 21. April 2015 das Patent auf Brokkoli erhalten, obwohl diese Sorte nicht genetisch verändert wurde, sondern eine normale Züchtung ist.

Laut EU-Patentkonvention kann eine herkömmliche Züchtung überhaupt nicht patentiert werden – doch das europäische Patentamt hat es erteilt. Auch nach deutschem Patentrecht gilt: „Patente auf Pflanzen und Tiere (als Erzeugnisse) sind ausgeschlossen“.

Das Urteil ist ein Präzedenzfall. Hunderte ähnliche Patentanträge warten und werden nun ähnlich entschieden, beispielsweise auf Tomaten, Kartoffeln, Hopfen, Soja, Paprika … das Patentamt verdient an jedem Patent mit.

Mittlerweile haben die zehn größten Saatgutkonzerne weltweit einen Marktanteil von 75 Prozent. Die bekanntesten sind Monsanto, Dupont und Bayer CropScience, die ihrerseits wieder kleinere Saatgutkonzerne übernehmen. Monsanto wollte beispielweise Syngenta kaufen, Syngenta ist Weltmarktführer bei klassischen Pflanzenschutzmitteln.
Die großen Konzerne für Saatgut konzentrieren sich auf die Entwicklung einiger weniger Sorten, die sie global vermarkten. Durch diese Strategie, nur wenige Sorten zu vermarkten, hat sich die Vielfalt der angebauten Pflanzen während des 20. Jahrhundert bereits um 75 Prozent verringert.

Und was sagt der EUGh dazu?

Das geltende EU-Recht stehe dem nicht im Wege, urteilte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg.

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