40.000 Flüchtlinge in zwei Tagen

Posted on September 13, 2015 von

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Die Bundesregierung rechnet an diesem Wochenende mit Zehntausenden neuen Flüchtlingen – auf europäische Solidarität kann sie bei der Bewältigung der humanitären Herausforderung nicht zählen. „Ich habe gerade die letzten dramatischen Zahlen bekommen: Wir erwarten allein für die nächsten zwei Tage, am Wochenende, circa 40.000 Flüchtlinge aus den südlichen und südöstlichen Nachbarländern“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Die für das Wochenende erwarteten Zahl der Neuankömmlinge ist rund doppelt so hoch wie am vergangenen Wochenende, als die Bundesregierung in Absprache mit Wien und Budapest beschlossen hatte, Tausenden Flüchtlingen aus Ungarn die Einreise ohne bürokratische Hürden und Kontrollen zu erlauben. Daraufhin waren bis Montag rund 20.000 Migranten nach Deutschland gekommen.

Steinmeier sagte: „Es handelt sich um die wahrscheinlich größte Herausforderung für die Europäische Union in ihrer Geschichte. Wir sind hier auf europäische Solidarität angewiesen.“ Trotz der großen Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung würden „die Möglichkeiten bei uns immer enger„.

Die Innenminister der Bundesländer warnten vor wachsenden Engpässen. „Wir wissen, dass auch unsere Aufnahmemöglichkeiten an Kapazitätsgrenzen stoßen werden“, sagte der Chef der Innenministerkonferenz, der rheinland-pfälzische Ressortchef Roger Lewentz. „Wir brauchen Flächen, damit es eben nicht zu einem Kollaps kommt.“

Die Regierung von Oberbayern fordert seit Tagen, dass in Deutschland neben München weitere Verteilzentren eingerichtet werden. Je kritischer die Lage am Hauptbahnhof wird, desto lauter wird auch die Kritik: „Die Bundeskanzlerin ist dringend aufgefordert, mit den Länderchefs zu reden und uns nicht im Regen stehen zu lassen“, sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Freitagabend.

Nun soll auch die Bundeswehr helfen den Flüchtlingen den Arsch zu pudern und ihnen Obdach in ihren Kasernen zu gewährleisten. Dafür hat Ursula von der Leyen 4.000 Soldaten mobilisiert und sagte, dass bei Bedarf die Zahl noch nach oben ausgeweitet werden könne.

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