Keiner hat sie gewollt, keiner hat sie geholt.
Doch nun sind sie da und wollen an Mama Merkels Rockzipfel hängen und sich an ihrer (finanziellen) Brust nähren.

Und sie wollen mit aller Macht an Mama Merkels Brust.

Zum zweiten Mal ist es am Mittwochnachmittag Flüchtlingen am serbischen Grenzübergang Horgos 2 in der Nähe von Röszke gelungen, nach Ungarn vorzudringen.
Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Invasoren ein. Diese hatten die Polizisten mit Steinen und Holzstücken beworfen.
Die Invasoren fordern seit Dienstag, Ungarn solle die Grenze wieder öffnen.

Serbiens Arbeitsminister Aleksandar Vulin hatte am Nachmittag die Vorgangsweise der ungarischen Polizei gegen Flüchtlinge am Grenzübergang Horgos 2 heftig kritisiert. Wasserkanonen und Tränengas seien gegen Flüchtlinge auf dem Gebiet Serbiens über die Grenzlinie hinaus eingesetzt worden. Kein Staat habe das Recht darauf, meinte Vulin.

Doch nun wid es lustig: „Die Situation, in welcher Flüchtlinge nicht einmal in der Lage sind, um Asyl zu ersuchen, wird nur Probleme schaffen“, so Vulin.

Etwa 20 serbische Polizisten wurden gegen 17.30 Uhr am Grenzübergang Horgos 2 eingesetzt. Die Ankunft von serbischen Polizisten sei von Flüchtlingen mit Beifall begrüßt worden, berichtete ein Reporter der Tanjug am Grenzübergang.

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto hatte in einem Telefonat mit dem serbischen Amtskollegen Ivica Dacic am Nachmittag ein Eingreifen der serbischen Polizei am Grenzübergang verlangt.

Die EU-Länder Kroatien und Slowenien stellen sich indes auf die Durchreise Tausender Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens ein. Der kroatische Regierungschef Zoran Milanovic kündigte am Mittwoch in Zagreb an, dass aus Serbien einreisende Migranten sein Land passieren dürften. Sollte es notwendig werden, werde in Absprache mit Slowenien ein Korridor in Richtung Österreich eingerichtet, erklärte der kroatische Innenminister Ranko Ostojic.

Milanovic erklärte im Parlament, die Menschen, die sein Land erreichten, könnten durchreisen. „Diese Leute sind da, es sind Frauen, Kinder und Männer, die leben und etwas erreichen wollen.“ Es seien jedoch Menschen, die nicht in Kroatien leben wollten. Schon am Mittwochvormittag griff die kroatische Polizei Hunderte Migranten auf.

Doch kaum ausgesprochen ruderte man schon wieder zurück. Innenministerin Vesna Györkös Znidar hat am Mittwochabend ein solches Vorhaben dementiert. „Das würde gegen EU-Recht verstoßen“, sagte sie bei einer Pressekonferenz.