Bundesbank-Filiale soll Asylunterkunft werden

Posted on September 22, 2015 von

8



Es wird immer verrückter: Weil die Behörden händeringend nach Erstaufnahmeplätzen für Flüchtlinge suchen, laufen nun auch Planungen zum ehemaligen Bundesbank-Gebäude in der Dresdner City. Mindestens 500 Flüchtlinge könnten dort untergebracht werden – in unmittelbarer Nachbarschaft zu Synagoge, Kurländer Palais und Albertinum.

„Das Verkaufsverfahren läuft“, so eine Bundesbanksprecherin.  „Allerdings bieten wir das Haus der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zur Unterbringung von Flüchtlingen an – zu marktgerechten Mieten.“

Das Projekt mutet kurios an: Bank und BImA als Bundesbehörden überweisen einander Geld?! Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Geschehen sogar noch eine Amtsposse.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ hatte die Bundesbank zunächst von sich aus mehrere Objekte kostenlos zur Nutzung für Asylsuchende anbieten wollen, um die Lage auf dem angespannten Unterbringungsmarkt bundesweit etwas zu entspannen. Da das aber unzulässig ist, fließt nun Miete.

Den Ablauf bestätigt auch eine BImA-Sprecherin. Zugleich sagt sie: „Wir befinden uns noch in der Prüfungsphase. Aber hier laufen die Drähte heiß.“ Denn Flüchtlinge in einem Bundesgebäude, das von einer Bundesbehörde angemietet wird, um es an einzelne Bundesländer – hier Sachsen – zu vermieten, sei neu.

Posted in: Uncategorized