„Mir ist ein Friedhof voller Krimineller lieber als leere Gefängnisse“, sagte Gianluca Buonanno, als er seinen neusten Plan vorstellte.
Der Bürgermeister von Borgosesia in der Region Piemont will laut „La Repubblica“ einen Fond einrichten, um Waffen für die Einwohner seiner Gemeinde zu subventionieren. Der von ihm vorgeschlagene „Bonus Pistola“ beträgt rund 250 EURO etwa 30 Prozent einer Pistole.

Damit greift Buonanno eine Debatte über Notwehr auf, die dieser Tage in Italien entbrannt ist. Anlass ist der Fall eines 65-jährigen Rentners in Vaprio d’Adda bei Mailand, der in der Nacht auf Dienstag einen 22 Jahre alten Einbrecher in seinem Haus erschossen hatte. Der Rentner, der laut „Corriere della Sera“ angegeben hatte, in Notwehr gehandelt zu haben, wurde wegen Verdacht auf Totschlag festgenommen.

„Ich habe es satt zusehen zu müssen, wie Hauseigentümer vor Gericht landen, nur weil sie sich verteidigen“, meinte Buonanno dazu. Mit dem „Waffen-Bonus“ wolle er deshalb seine Mitbürger ermutigen, „sich selbst zu verteidigen“, sagt er.

Loro la pistola non ce l’avevano