Ruft die Türkei den Bündnissfall aus?

Posted on November 25, 2015 von

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Nach dem Abschuss des russischen Militärflugzeuges rief die Türkei die Vertreter der Nato-Staaten, am Dienstagnachmittag um 17 Uhr, zu einer Sondersitzung zusammen. Auf Antrag der türkischen Regierung sei ein „außerordentliches Treffen“ des Nordatlantikrates einberufen worden, teilte ein Nato-Sprecher mit. Dabei wolle die Türkei die Verbündeten über den Vorfall und weiteres Vorgehen informieren und beraten.

Erdogan sieht den Frieden für sein Land durch Russland bedroht und verwies auf die Worte des russischen Präsidenten Putin.
„Doch der heutige Verlust ist ein Stoß in den Rücken, begangen von Helfershelfern von Terroristen,“ so der russische Präsident.
„Das tragische Ereignis wird ernsthafte Auswirkungen auf die russisch-türkischen Beziehungen haben“.

Besonders bedrohlich fand Erdogan Putins Aussage: „Wollen Sie, dass die Nato dem IS in die Hände spielt?„.

Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu sagte: Seine Regierung behalte sich als Reaktion auf Grenzverletzungen jedwede nötige Maßnahme vor. Mit dem Abschuss sei das Staatsgebiet verteidigt worden.

Die Türkei hatte bereits im Juli nach Terroranschlägen ein Nato-Sondertreffen beantragt. Damals berief sie sich auf Artikel 4 des Nato-Vertrags. Dieser sieht Konsultationen vor, wenn ein Mitglied der Ansicht ist, dass die Unversehrtheit des eigenen Territoriums, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht sei.

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