Letzten Donnerstagnachmittag kam es am Aufseßplatz in der Südstadt Nürnbergs zu einem Vorfall, der die Polizei bislang vor ein Rätsel stellt.

Zwei junge Männer warfen einen Rucksack in eine Bäckerei-Filiale. Dabei riefen sie „Allahu Akbar“ und flohen schnell aus dem Geschäft. Ein weiter Mann soll die Tat angeblich gefilmt haben.

Die Fahndung nach den Männern, die den Einsatz ausgelöst hatten, dauerte auch am Freitag an. Die Abteilung Staatsschutz der Kriminalpolizei Nürnberg ermittelt laut Peter Schnellinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, gegen Unbekannt wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten„.

Es handelte sich offenbar um einen geschmacklosen „Scherz“, der auf Kosten der erhöhten Alarmbereitschaft der Sicherheitsbehörden geht und mit der Terrorangst der Bevölkerung spielt. Und es handelt sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art in Nürnberg. Bereits am 10. Januar 2016 wurde auf Youtube ein rund zweiminütiger Clip mit dem Titel „Almanya´da Bomba Korkutma Şakası“ („Prank: Bombendrohung in Deutschland“) hochgeladen.

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„Ich halte das in der heutigen Zeit für absolut instinkt- und geschmacklos“, sagt Polizeisprecher Schnellinger – und meint damit sowohl das Video, das bereits Gegenstand der Ermittlungen der Polizei ist, als auch den Vorfall vom Aufseßplatz. „Solche geschmacklosen Scherze verhöhnen die Opfer von Terroranschlägen“, so Schnellinger. Die Ermittler prüfen derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Videoclip und dem Rucksack-„Scherz“ in der Südstadt gibt.