Der österreichische Außenminister, Sebastian Kurz, hat scharfe Kritik am derzeitigen Flüchtlingschaos an der mazedonisch- griechischen Grenze geübt. „Wir müssen ehrlich aussprechen, dass es den Migranten hier nicht um die Suche nach Schutz geht, sondern um eine bessere ökonomische Zukunft. Es gibt daher keinen Fluchtgrund aus Griechenland“, so Kurz.
Es könne ihm zufolge nicht sein, „dass die, die es bis nach Griechenland schaffen, automatisch weiterreisen dürfen“.
Je schneller man das Durchwinken nach Norden beende, desto eher werde der Flüchtlingsstrom abreißen.

Laut Kurz machen sich die Flüchtlinge, die nach Europa strömen, nicht auf den Weg, „um in einem Lager in Lesbos zu leben, sondern um ihre Wohnung in Berlin zu beziehen“.

„Wir Österreicher haben ohne internationale Hilfe 100.000 Leute untergebracht. In ganz Griechenland sind derzeit 25.000 Flüchtlinge, obwohl die Bilder anderes suggerieren“, sagte Kurz.

Was die Asylanträge betrifft, bleibt Österreich auch nach der Einführung des Grenzmanagements mit seinen Tageskontingenten EU- Spitze. Mit 497 Asylanträgen zwischen 24. Februar und 1. März lag unser Land an zweiter Stelle hinter Deutschland (12.543 Asylanträge).

Dahinter liegen – in dieser Periode – Schweden (442 Anträge), Griechenland (348), Bulgarien (314), Ungarn (189), Slowenien (74), Finnand (61), Kroatien (31), Norwegen (27), Mazedonien (4) sowie Bosnien- Herzegowina (1).