Acht Polizisten stürmten vergangene Woche die Asyl-Unterkunft in Frickenhausen, holten den ausreisepflichtigen Gambier Lamin A. (26) aus dem Bett. Sie fuhren den Flüchtling nach Frankfurt, setzten ihn in den Germanwings-Flieger nach Rom. Fall erledigt. Von wegen!

Letzte Woche tauchte Lamin A. in Stuttgart auf und erklärte: „Die Zustände in Italien waren katastrophal. Ich musste im Freien schlafen, es gab keine Decke, kein Essen, kein Geld. Wie hätte ich überleben sollen?“

Nach seiner Landung in Rom kontaktierte Lamin deutsche Flüchtlingshelfer, die bestellten ihn zum Bahnhof nach Meran. Dort holten sie ihn mit dem Auto ab, fuhren ihn zurück nach Nürtingen. Dort versteckt er sich bei seinen Freunden.

Uwe Herzel (55), Sprecher des Regierungspräsidiums: „Er kann sich melden und einen neuen Asyl-Antrag stellen. Bis zu einer Entscheidung genießt er Abschiebeschutz.“