EU und Türkei einig zum Menschenhandel

Posted on März 19, 2016 von

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Die EU und die Türkei haben sich einstimmig auf einen Flüchtlingspakt geeinigt. Die 28 EU-Staats- und Regierungs-Chefs verständigten sich mit dem türkischen Regierungs-Chef Ahmet Davutoglu auf einen Plan, wonach ab diesem Sonntag (20. März) in Griechenland ankommende Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden können.

Die EU spricht von irregulären Migranten – de facto sind das aber fast alle an den griechischen Ägäis-Inseln ankommenden Menschen, sagten Diplomaten. Es solle keine Massenabschiebungen geben, Griechenland solle jeden Einzelfall prüfen.

Der Pakt sieht weiterhin vor, dass für jeden syrischen Flüchtling, den die Türkei zurücknimmt, ein anderer Syrer aus dem Land auf legalem Wege in die EU kommen kann.

Laut vorbereiteter Abschlusserklärung hat die EU insgesamt 72.000 Plätze zur legalen Aufnahme von Syrern aus der Türkei angeboten. Falls diese Zahl überschritten werde, solle die Regelung zunächst ausgesetzt werden, hieß es.
Deutschland würde rund 15.000 davon aufnehmen. Österreich könnte 1.500 Flüchtlinge holen.
Und dafür entfällt für die Türken die Visumspflicht ab Ende Juni im EU-Raum.

Nun, die 72.000 Plätze zur legalen Aufnahme sollten tatsächlich reichen, denn die Kaukasusroute ist offen und die Türkei schickt die Syrer auf diese Route nach Europa und so werden die in Griechenland anlandenden wesentlich reduziert, so dass die Politiker von einem erfolgreichen Pakt reden und sich selbst feiern können.

Wie man sieht bleibt alles beim Alten und wird nur unter einem anderen Namen als Erfolg verkauft. Denn noch während des Gipfels sagte Erdogan: „Die EU solle besser vor der eigenen Tür kehren als der Türkei zu sagen, wie sie mit Flüchtlingen umgehen soll.“

Na, alles klar?

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