Hunderttausende Asylanträge werden in diesem Jahr abgelehnt werden. 30 Tage bleiben den Betroffenen dann, um das Land zu verlassen. Abgeschoben wird nur, wer nicht freiwillig ausreist. Von den im vergangenen Jahr etwa 200.000 Ausreisepflichtigen wurden 20.914 abgeschoben.

Deutlich mehr – nämlich 37.220 Ausländer – reisten freiwillig aus. Und entgingen so der oft schmerzhaften Erfahrung, von Polizisten aus dem Land gebracht zu werden, für das man die eigene Heimat zurücklassen wollte.

Doch wirklich freiwillig ist so eine „freiwillige Ausreise“ natürlich meistens nicht; eher empfinden es die Betroffenen als geringeres Übel im Vergleich zur Abschiebung. Und auch die Behörden bevorzugen diese Variante, weil sie behaupten können, dass die mangelnde Willkommenskultur die Menschen zurück ins krisengeschüttelte Heimatland trieb und die bösen Deutschen daran die Schuld trügen.

Der Nachteil ist, dass man sich in einigen Fällen nicht sicher sein kann, ob der „freiwillig Ausgereiste“ auch tatsächlich ausgereist ist.

Wie viele Ausländer noch in Deutschland sind, obwohl sie als „freiwillig ausgereist“ vermerkt wurden, weiß niemand. Genauso wenig ist die Anzahl der sich illegal im Land aufhaltenden ausländischen Staatsbürger insgesamt bekannt.

Man schätzt, dass sich 2014 zwischen 180.000 und 520.000 „irregulär aufhältige“ Ausländer in Deutschland aufhielten.
Doch nach dem Zuwanderungsjahr 2015, wo die Medien bereits eine Zuwanderung von „offiziell“ 2 Millionen sprechen, es inoffiziell noch weit mehr sein können, kann man sich vorstellen wie viele Illegale in Deutschland umhergeistern und sich mit Verbrechen durchs Leben schlagen.