Zu Ostern hat ein Selbstmordattentäter im Familien-Park der pakistanischen Großstadt Lahore über 70 Menschen mit in den Tod gerissen. Ein Islamist zündete seinen 20-Kilogramm-Sprengsatz inmitten feiernder Christen.

Über die Zahl der Todesopfer kursieren unterschiedliche Angaben. Die AFP berichtet von mindestens 72 Toten, die Deutsche Presse-Agentur (dpa) geht von 70 aus. Auch über die Verletztenzahlen liefern die Nachrichtenagenturen unterschiedliche Informationen. AFP berichtet von 312, dpa von 340.

Unter ihnen seien 25 Kinder und sieben Frauen, sagte der Polizeichef des Stadtbezirks, Mohammad Iqbal.

Zunächst waren die Verletzten mit Rikschas und anderen Fahrzeugen weggebracht worden, wie Augenzeugen berichteten. Später kamen Dutzende Krankenwagen zu dem Park, der in der Nähe des Zentrums von Lahore liegt.

Der Park war überfüllt gewesen, weil sich dort wegen des Osterfestes viele Christen versammelt hätten. Die christliche Minderheit macht in Pakistan nur 1,6 Prozent der rund 200 Millionen Einwohner aus.

Die pakistanischen Taliban haben sich zu dem blutigen Anschlag auf Christen von Lahore bekannt. „Wir haben das Attentat von Lahore begangen, weil Christen unser Ziel sind“, sagte der Sprecher Ehsanullah Ehsan der radikalen Taliban-Gruppierung Jamaat-ul-Ahrar per Telefon der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir haben das Attentat begangen, weil Christen unser Ziel sind“, und somit zeigt sich mal wieder, dass ein friedliches miteinander der Religionen sich ausschließt, sobald eine von ihnen einen göttlichen Allmachtanspruch für sich in Anspruch nimmt.