Die Pflegeversicherung wurde erst vor wenigen Jahren eingeführt – und ist schon jetzt heillos mit ihren Aufgaben überfordert, sagt der Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen. Bald werde es zweieinhalb mal so viele Pflegefälle geben.

Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen

Das ist noch vorsichtig geschätzt, denn je weiter die Lebenszeit steigt, desto mehr Pflegejahre werden wir auch haben. Doch die Generation, die das bezahlen soll, gibt es gar nicht.

Also hat Herr Raffelhüschen auch einen Vorschlag wie man es in Zukunft finanzieren sollte. Das erste Jahr zahlt jeder selbst – wenn er das kann. 90 Prozent der Bevölkerung könnten das.

„Natürlich ist der teuer. So eine Pflege kostet später ganz locker sechs- bis siebentausend Euro im Monat. Und das auf zehn Jahre.
Es ist aber auch utopisch zu denken, dass man das ansparen könnte. Das harte soziale Risiko, das sind die Langzeit-Pflegefälle. Doch dieses Schicksal trifft die meisten ja gar nicht. Die Pflegestufe 1 für ein Jahr, die kann der Bürger doch wohl selbst bezahlen.“

Erzählte nicht noch 2015 die Regierung, dass die vielen netten Menschen, die „wir geschenkt bekämen“ den Wohlstand sichern und mehren würden, auf das güldene Zeiten auf das stark gebeutelte Deutschland zukommen würden?