Im Zuge von Massenprotesten gegen die geplante Arbeitsmarktreform in Frankreich hat es am Samstag gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Ausschreitungen gab es in Paris, Nantes und Rennes, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Junge Demonstranten, von denen einige vermummt waren und Wurfgeschosse warfen, griffen die Polizei an, die ihrerseits Tränengas einsetzte.


In Paris hielten die Demonstranten Transparente mit Aufschriften wie „Game over – das Volk wacht auf“ oder schlicht „Nein“ in die Höhe. Landesweit beteiligten sich laut Innenministerium etwa 120.000 Menschen an den Protesten, davon bis zu 20.000 in der Hauptstadt. Die Organisatoren sprachen von 110.000 Teilnehmern allein in Paris. Am 31. März hatten sich laut Innenministerium noch 390.000 Menschen an den Demonstrationen gegen die Arbeitsrechtsreform beteiligt, am 9. März waren es demnach 224.000.

Die Organisatoren der Proteste in rund 200 Städten führten die relativ niedrigen Teilnehmerzahlen am Samstag auf die Schulferien in zwei Dritteln des Landes zurück. Für den 28. April haben die Gewerkschaften zu erneuten Protesten und einem Streiktag aufgerufen. Am 3. Mai soll das französische Parlament über die Reform beraten. Für Samstagabend waren in fast 60 französischen Städten Versammlungen der Protestbewegung „Nuit debout“ geplant.
Der sozialistische Staatschef François Hollande und sein Premierminister Manuel Valls wollen die gesetzlichen Regelungen zur 35-Stunde-Woche lockern und betriebsbedingte Kündigungen erleichtern. Sie hoffen, auf diese Weise die Rekordarbeitslosigkeit in Frankreich senken zu können – derzeit sind fast 3,6 Millionen Menschen ohne Job, die Arbeitslosenquote liegt bei zehn Prozent.

Die großen System- und Massenverbödungsmedien Deutschlands informieren über die Vorgänge in Frankreich nicht!
In den Redaktionsstuben ist man sich wohl klar darüber, dass diese Art der Proteste nicht mehr lange auf eine der EU-Regionen beschränkt bleiben werden.