Ein Spalier bedrohlicher Wolfsmenschen steht auf dem Alten Markt direkt vor dem Landtag. Hinter der spektakulären Kunstaktion, die bis zum 1. Mai in Potsdam zu erleben ist, steht der Brandenburger Künstler Rainer Opolka. Seine Skulpturen sollen zeigen, was Hass anrichtet.

Mit 63 Skulpturen von bis zu zwei Meter großen Wolfsmenschen ruft der Brandenburger Künstler Rainer Opolka zum Widerstand gegen Rechtsextremismus und Gewalt auf.

Und damit man auch ganz genau weiß wer in der BRD mordet, vergewaltigt, raubt, Menschen zusammen schlägt und zu tode trampelt haben diese Skulpturen auch Namen wie „NSU Mann“, „Mitläufer“, „Blind Soldier“, „Kraftprotz“ oder „Anführer“.

Zu seiner Motivation sagte Opolka am Donnerstag dem rbb: „Ich wollte darstellen, was passiert eigentlich, wenn in einer Gesellschaft die Strukturen von Ordnung und Solidarität zerbrechen und, wenn man so möchte, der Mensch des Menschen Wolf wird. Wenn Asylheime brennen. oder Menschen attackiert werden.

„Jetzt sind die Wölfe in Potsdam angekommen und bieten ein verstörendes Bild“, sagte Landtagspräsidentin Britta Stark bei der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag in Potsdam. Dennoch fühle man sich nicht bedroht oder eingeschüchtert – „weder von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten, noch von ihren künstlerischen Sinnbildern.“

„Auch in Potsdam haben wir in diesem Jahr Versuche erleben müssen, hetzerische und menschenverachtende Parolen auf unsere Straßen zu tragen“, teilte Oberbürgermeister Jann Jacobs mit.

Laut Opolka sind „Pegida und andere Hetzer – das ist eine kleine radikale Minderheit.“
Auf die Frage wie er zu Gewalt von Migranten in und um Flüchtlingsheimen stehe sagte er, „dass jeder mal einen schlechten Tag haben könne.“

Das wird viele Opfer erfreuen, dass sie „nur mal einen schlechten Tag“ hatten.