Gesinnungsterror im Land der FDJ-Sekretärin, wann kommt der „Radikalenerlass“?

Posted on April 23, 2016 von

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(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Und wenn man ihn doch benachteiligt, welche Strafe steht darauf?

Symbolbild

Marius Radtke ist Vorstandsvorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlins und damit der ranghöchste niedergelassene Zahnarzt der Stadt.
Zugleich ist Radtke Bezirksvorsitzender der AfD in Lichtenberg.

Jetzt fordern zwei der im 40-köpfigen Zahnärzteparlament vertretenen Gruppierungen Radtkes Rücktritt. Der Funktionär vertrete „politische Positionen, die dem Ansehen der Berliner Zahnärzteschaft in der Öffentlichkeit, in der Zusammenarbeit mit anderen Körperschaften und dem Berliner Senat schweren Schaden zufügen“, heißt es in einem offenen Brief der Initiative Unabhängiger Zahnärzte Berlin.
Auch die Fraktion Gesundheit fordert Radtkes Rückzug.

Einer der Initiatoren ist Gerhard Gneist. „Ein Mann wie Radtke als oberster Kassenzahnarzt ist für unsere Außendarstellung mehr als ungünstig“, sagt er. „Schließlich betreiben wir intensiv Flüchtlingshilfe.“ Zudem gebe es unter den 3 600 Zahnärzten Berlins auch Muslime.

Zahnarzt Gneist sagt, er werde nun von AfD-Mitgliedern bedroht. Er will jetzt eine Unterschriftenaktion unter den Zahnärzten starten, um den Druck auf Radtke zu erhöhen.

 

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