Es sind vier Frauen und ein Mann, die sich die Dokumentation von Ausländerkriminalität auf die Fahnen geschrieben haben. Das erledigen sie mit Hilfe von Facebook, Twitter und einer Google-Karte, wo sie bereits tausende Fälle eingetragen haben.

Die Mitarbeiter schauen inzwischen über ihre Landesgrenzen hinaus und tragen auch Fälle in Österreich und Tirol ein. Personen können den Betreibern der „Einzelfall“-Karte Medienberichte über Vorfälle zusenden, um die Arbeit zu erleichtern.

Auslöser für den enormen unentgeltlichen Arbeitsaufwand waren die Übergriffe zu Silvester. Über die Beweggründe und die Quellen, sprach eine Mitarbeiterin im Interview mit der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF).

„Die das getan haben, die werden das wieder tun“

„Ich hab mir damals gedacht: Die das getan haben, die werden das wieder tun. Nach Silvester fing die Polizei plötzlich an, vermehrt solche Fälle bekannt zu machen. Aber die überregionale Presse hat dies nur vereinzelt aufgegriffen, so dass kein Gesamtbild davon entstanden ist, wie flächendeckend diese Fälle vorkommen. Dass es sich eben nicht um Einzelfälle handelt“, sagt eine der vier Frauen gegenüber der JF.

Keine Fälle die auf Hörensagen basieren

„Es sind alles Polizei- und Pressemeldungen“, so die Frau. Alle Fälle sind mit den entsprechenden Berichten verlinkt. Das Team würde keine Fälle dokumentieren, die auf bloßem Hörensagen basieren. „Wenn sich ein Fall später als falsch herausstellt, nehmen wir ihn von der Karte. Aber das war bislang höchstens eine Handvoll“.

Vorfälle werden nur aufgenommen, falls es einen eindeutigen Hinweis auf ausländische Täter gibt. „Entweder durch Angabe der Nationalität oder durch die Täterbeschreibung der Polizei“. Im Interview mit der JF betonte die Frau, dass es nicht um Spanier, Italiener, Niederländer oder Briten handle, sondern um Täter, die von der Polizei als „Südländer“ beschrieben werden. „Also Türken, Araber, Nordafrikaner oder Albaner.“

Nicht alles wird veröffentlicht

Polizeidienststellen würden unterschiedlich entscheiden, ob sie so einen Fall bekannt machen oder nicht, erklärt die Frau. Oft werde dabei auf den Opferschutz verwiesen.

Quelle:unsertirol24.com