Geld ist alle, ab morgen wird gearbeitet!

Posted on Mai 5, 2016 von

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Schön wärs, aber zumindest geht das Erdinger Weißbier … äääh Landratsamt einen richtigen Schritt in Richtung Migrantenbashing.

Das Landratsamt hat Bargeldzahlungen an Asylbewerber abgeschafft. Der Grund ist der so genannte Kommunal Pass – eine Art Prepaid-Kreditkarte, auf die die Flüchtlinge künftig ihre Geldleistungen gebucht bekommen. Bargeld erhalten sie künftig keinen Cent mehr.

„Ohne einen Cent in der Hand, das ist menschenunwürdig“, klagt Maria Brand, Sprecherin der Aktionsgruppe Asyl.
Vor allem in ländlichen Gemeinden sei das untragbar, kritisiert Ulla Dieckmann. „Bargeldlos funktioniert bei uns gar nicht“, sagt die 2. Bürgermeisterin von Wörth und Koordinatorin des Helferkreises in Hörlkofen. Die Semmel in der kleinen Bäckerei, die Brotzeit beim Dorffest, das Getränk nach dem Fußballtraining – all das könnten Flüchtlinge nicht bargeldlos bezahlen.
In die gleiche Kerbe schlägt Grünen-Kreisrat Stephan Glaubitz. „Den Flüchtlingen wird soziale Teilhabe verbaut. Das ist eine Katastrophe für den Ort und die Flüchtlinge“, sagt er mit Blick auf seine Heimat Walpertskirchen.

Eine große Hürde sehen die Kritiker unisono im öffentlichen Nahverkehr. „Wir haben so viele Unterkünfte, die weit ab vom Schuss sind“, erklärt Brand. Das Landratsamt schreibt zwar, mit der Karte könnten „an den MVV-Automaten bequem Fahrscheine gelöst werden“. Automaten gibt es allerdings nicht im Bus, sondern zum Beispiel nur am S-Bahnhof Erding.
Vergessen wird dabei allerdings, dass die Migranten größtenteils sowieso schwarz fahren und den kontrolleuren drohen oder direkt zuschlagen.

Die Karte bringe Vorteile, erklärt Sprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. „Leistungsberechtigte Asylbewerber müssen nicht mehr jeden Monat persönlich zum Auszahlungstag erscheinen“.

Landrat Martin Bayerstorfer ließ die Katze am Montagabend in der Walpertskirchener CSU-Versammlung aus dem Sack. Bargeldauszahlungen seien das „falsche Signal, begründete er seine Entscheidung.

Und damit hat er recht, denn viele Bargeldleistungen werden von den sogenannten Flüchtlingen in die Heimat transferiert. So berichtete weltonline Ende letzen Jahres, dass Flüchtlinge und Migranten 440 Milliarden Euro in ihre Heimatländer gesendet haben sollen.

Und so sprach sich denn auch schnell herum, da wo das herkommt, da gibt es noch viel mehr…

 

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