Asylwerber in vollständiger österreichischer Militäruniform aufgegriffen

Posted on Mai 9, 2016 von

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Wie aus einem am 21. April mutmaßlich aus dem Verteidigungsministerium geleakten Dokument bekannt wurde, traf eine Militärstreife am Bahnhof Meidling auf einen vermeintlichen österreichischen Soldaten. Bei der Routinekontrolle stellte sich heraus, dass es sich um einen Asylwerber handelte. Das Bundesheer äußert in dem Rundschreiben einen konkreten Verdacht zu den Hintergründen. Obwohl der Vorfall schon mindestens drei Wochen zurückliegt, hat sich kein Nachrichtenmedium um nähere Recherche bemüht.

Das unten abgebildete Dokument, das von der Internetplattform „unser Mitteleuropa“ veröffentlicht wurde, weist leider kein Datum auf. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass es im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise erstellt wurde. Demnach wollte eine Militärstreife am Bahnhof Meidling einen vollständig adjustierten österreichischen Soldaten kontrollieren. Neben der Bekleidung trug die Person das Hoheitsabzeichen und das Zugehörigkeitszeichen des Jagdbattailons 29. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um einen Kurden aus Syrien handelte, der sich mit Asylwerberstatus in Österreich aufhält.

In dem Schreiben heißt es wörtlich: Ein Grund für das Tragen einer vollständigen Uniform und die Herkunft der Ausrüstung konnte nicht eruiert werden. Über die Herkunft der Uniform konnte er keine nennenswerten Angaben machen. Die Uniform wurde ihm in weiterer Folge abgenommen.

Über weitere rechtliche Konsequenzen gegen die Person liegen keine Informationen vor.

 

Rundschreiben des Österreichischen Bundesheeres

 

Für die innere Sicherheit ausgesprochen relevant erscheint die danach geäußerte Bewertung der aussendenden Stelle des Bundesheeres: „Das Tragen von Uniformen durch unberechtigte Personen in Verbindung mit einem Zutrittsbegehren zu militärischen Liegenschaften kann bei Nichteinhaltung der Kontrollregelungen von Wachen und Diensten vom Tag zum Erfolg führen.“

Das bedeutet, aus der Behördensprache übersetzt, dass man den konkreten Verdacht hat, dass sich die Person in diesem Aufzug illegalen Zutritt zu einer Kaserne verschaffen wollte. Wenn das Wachpersonal seinen Pflichten nicht oder schlampig nachkommt, würde ein solcher Zutrittsversuch wohl erfolgreich verlaufen.

Im Licht eines Vorstoßes des ehemaligen Verteidigungsministers Klug (SPÖ) im vergangenen August, bekommt der Sachverhalt besondere Brisanz. Dieser wollte den Wehrdienst „attaktivieren“, indem er vorgeschlagen hatte, den Wachdienst für Kasernen in Zukunft ohne Waffe durchzuführen.

Weiterführende Links:

21. April 2015 – Unser Mitteleuropa: Syrischer Asylwerber tritt im Kampfanzug des österreichischen Jägerbataillons auf

http://unser-mitteleuropa.com/2016/04/21/wien-syrischer-asylwerber-tritt-im-kampfanzug-des-osterreichischen-jagerbataillons-auf/

4. August 2015 – Nachrichten.at – Wache ohne Waffe in Kasernen wäre „Unfug“

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Wache-ohne-Waffe-in-Kasernen-waere-Unfug;art66,1932336

 

Quelle: http://www.austropress.at/2016/05/syrischer-asylwerber-in-vollstaendiger-oesterreichischer-militaeruniform-aufgegriffen-bundesheer-befuerchtet-versuchten-zutritt-zu-kaserne/

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