Stell dir vor, du gehst in der Fußgängerzone spazieren und bei wunderschönen Sonntagswetter steht ein gut gebauter kräftiger Mann, oben ohne – aber dafür mit einer Fliege um den Hals, in selbiger und verteilt an Frauen Blumen.

Dies war am Muttertag der Fall, und plötzlich tauchen da sieben Exemplare der Gattung „Missing Link“ auf, stoßen diesen Athleten wuchtig umher und sagen sehr laut, dass er dies lassen soll, „da dies nicht ihrer Religion entspricht„.
So geschehen in Wien.

Drei Täter wurden angezeigt, nach weiteren vier wird gefahndet. „Die Justiz ist gefordert, diese Männer für ihr Verhalten so zu sanktionieren, dass dadurch eine general- und spezialpräventive Wirkung erzielt wird“, so Gerhard Haslinger, FPÖ- Bezirksparteiobmann aus Brigittenau. „Die Menschen haben Angst vor der Gruppe.“

Dies war es nicht der erste brutale Übergriff selbst ernannter Sittenwächter in Brigittenau. Vier junge Tschetschenen hatten Ende Februar zwei Männer mit Schlägen und Tritten schwer verletzt. Stein des Anstoßes waren zwei Mädchen, die sich nachts mit ihrer Mutter vor einem Lokal in der Millennium City aufgehalten hatten.

Bei uns in Tschetschenien ist das nicht erlaubt, um diese Uhrzeit draußen zu sein„, herrschte einer der Männer die Frauen an. Als die Mutter dann ihren Ehemann per Handy zu Hilfe rief und auch noch der Begleiter der Frau einschritt, eskalierte die Situation sofort.

Die Gattung „Missing Link“ will ihre Gesetze und Moralvorstellungen durchsetzen und weder die Legislative noch die Judikative haben vor dies zu unterbinden. Darum sollten die „Missing Link“ Opfer  die Politiker wegen Unterlassung im Amt und Beihilfe anzeigen.

Es mag vielleicht nicht viel bringen, weil die Gesetze ja eh nur für das Personal des Staates gelten, doch wird es den einen oder anderen doch zu denken geben ob man nicht doch mal langsam handeln sollte.