Sie nennt man“Flüchtlinge“ und weil sie aus einem anderen Kulturkreis kommen haben ihre Kinder das recht auf Schweinefleisch freies Essen und weil man Tolerant ist, haben die deutschen Kinder die Pflicht ebenfalls Schweinefleisch frei zu essen.

Doch was ist, wenn ein Kind gar kein Fleisch bzw keine tierischen Produkte isst und nicht aus einem anderen Kulturkreis stammt?

Weil seine Tochter in der Schule kein veganes Mittagessen angeboten bekommt, klagte ein Mann aus Berlin-Köpenick beim Verwaltungsgericht: Das fehlende Angebot schließe seine Tochter von der Gemeinschaft aus, nur, weil sie sich vegan ernähre – es verstoße gegen die Gewissensfreiheit und den Grundsatz der Gleichbehandlung. Am Mittwoch gab ein Sprecher des Gerichts die Entscheidung bekannt: Klage abgelehnt, Prozesskosten werden auch nicht übernommen.

Es bestehe keine rechtliche Verpflichtung, die gesamte Vielfalt verschiedener Ernährungsüberzeugungen von Eltern und Kindern wie etwa „Steinzeiternährung, Low Carb, Low Fat, Rohkost, Trennkost, Fruitarismus und Veganismus“ zu berücksichtigen, zählten die Richter in ihrer Urteilsbegründung auf.

Der Vater sah eine gute Chance auf einen Erfolg vor Gericht, weil seine Tochter sich aus ethischen Gründen vegan ernährt. Auf religiös begründete Essgewohnheiten beispielsweise werde doch bei der Schulspeisung auch Rücksicht genommen, argumentierte der Kläger.

Die Richter entgegneten, dass die Schule sich beim Schulmittagessen an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren – die empfehlen eine vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche gerade nicht.

Für deutsche Kinder kein veganes Essen in den Schulen, für Flüchtlingskinder „Halal“. Das stimmt uns nachdenklich!