Nach der Völkermord-Resolution im Bundestag hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (62) enttäuscht über Kanzlerin Angela Merkel (61) geäußert und sogar mit Sanktionen gedroht.

Die Kanzlerin habe ihm versprochen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Annahme der Resolution zu verhindern, sagte er.

„Nun frage ich mich: Wie werden deutsche Spitzenpolitiker, nach einer solchen Entscheidung, mir und unserem Premier persönlich gegenübertreten können?“ Erdogan warnte, Deutschland könne einen „wichtigen Freund“ verlieren und verwies ausdrücklich auf die Millionen türkischstämmigen Menschen in Deutschland.

Der Bundestag hatte die Massaker an Armeniern während des Ersten Weltkrieges durch das Osmanische Reich als Völkermord verurteilt.
Erdowahn wittert eine Verschwörung gegen die Türkei, die seine Partei und das Land zerstören will.

In Deutschland, auch in Teilen der Medien, gebe es Gruppen, die der Türkei offen feindlich gegenüber stünden, sagte Erdogan.
Diese seien in Verschwörungen gegen das Land verwickelt. Der Plan für die Abstimmung müsse auch von einem „übergeordneten Kopf“ gekommen sein.