Von Robin Renitent

„101 Jahre nach dem Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich, das im Ersten Weltkrieg mit Deutschland verbündet war, hatte der Bundestag am Donnerstag eine Resolution verabschiedet. Darin ist nunmehr von Völkermord die Rede.“

So weit so gut. Nun kommen die Historiker aus den Löchern die wollen, daß es eine weitere Resolution gibt die den Völkermord an den Herero und Nama in Namibia durch das deutsche Kaiserreich benennt.
Ich finde aber bevor wir das tun, wo wir nun schon mal am Verabschieden von Resolutionen sind und bevor das inflationäre Ausmaße annimmt, daß wir, nach dem wir uns mit dem Möchtegernsultan vom Bosporus anlegten, nun mal einen größeren Völkermörder suchen.

Zum Beispiel die USA. Auch nicht so ganz unbefleckt durch die Geschichte marschiert. Wie wäre es denn mit dem grauenhaften Massaker und Völkermord am Wounded Knee im Jahre 1890?

„Am 29. Dezember 1890 töteten Soldaten des 7. US-Kavallerieregiments Männer, Frauen und Kinder der Minneconjou-Lakota-Sioux-Indianer unter Häuptling Spotted Elk bei Wounded Knee. (…) Colonel James William Forsyth hatte den Befehl, die Sioux in ein Militärlager in Omaha zu deportieren. Die Sioux wurden zunächst informiert, dass sie alle Feuerwaffen auszuhändigen hätten. Unzufrieden mit der Anzahl der freiwillig abgegebenen Waffen, begannen die Soldaten, die Zelte zu durchsuchen. Forsyth war mit dem Ergebnis noch immer unzufrieden und ordnete eine Leibesvisitation an. Auch dies ließen die Indianer über sich ergehen – alle, bis auf den Medizinmann Yellowbird, der heftigst protestierte und einige Schritte des Geistertanzes tanzte. Alarmiert suchten die US-Soldaten weiter. Als sie bei Black Coyote fündig wurden, der eine neue Winchester unter seiner Kleidung versteckt hatte, und sich weigerte, das Gewehr abzugeben – immerhin habe er viel Geld dafür bezahlt, und die Wegnahme des Gewehrs durch die US-Soldaten wäre endgültig gewesen –, kam es zu einem Gerangel, bei dem sich ein Schuss löste.

Hierauf begannen die US-Soldaten zu feuern. Aus auf den Anhöhen positionierten 42-mm-Hotchkiss-Gebirgskanonen verschossene Granaten töteten zahlreiche Indianer. Unter den Toten war auch Häuptling Spotted Elk. Auch 25 Kavalleristen starben, zumeist getötet von den Granaten der eigenen Seite.
Forsyth wurde von jeder Schuld freigesprochen.“ (Wikipedia)

Der Kongress verleiht 20 Ehrenmedaillen an die Truppe für ihren tapferen Einsatz. „Die Mitglieder der siebten Kavallerie haben sich einmal mehr als Helden erwiesen“, schreibt die „Chicago Tribune“.

Wäre ja zu interessant wie die Sachwalter der Demokratie auf so eine Resolution reagieren würden. Der amerikanische Oberhäuptling Obimbo würde vermutlich auch schärfste Konsequenzen androhen und das transatlantische (Abhängigkeits-) Verhältnis Deutschlands zu den USA ernsten Schaden nehmen.

Ganz furchtbar wäre ja, wenn man den Verkauf von Cola einstellen und die McDonaldfilialen schließen würde.