Ein Schiff, ein Schiff, ein königreich für ein Schiff! So tönt es beim Team Balkan Konvoi, welche das Projekt „Mission Lifeline“ ins Leben riefen.

Laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex sollen mehr als 300.000 Invasoren n diesem Sommer versuchen, von Libyen nach Italien überzusetzen.

Axel Steier, der Kopf von Mission Lifeline, erklärt, dass die Rettungskapazitäten vor Ort für den erneuten Exodus nicht ausreichen. Darum wollen sich die selbsternannten „Helfer“ nun einschiffen und rufen zu Spenden auf, denn sie benötigen ein Schiff um sich als Schlepper zu betätigen.

„Wir müssen rund 300.000 Euro aufbringen, um das Schiff zu kaufen, das derzeit noch im Hafen von Rotterdam steht und monatlich 30.000 bis 40.000 für die Unterhaltungskosten aufbringen“, erklärte Steier.

Sehr viel Geld, das in kürzester Zeit zusammengetragen werden muss, denn das Schiff soll bereits in sechs bis acht Wochen in See stechen. „Notfalls gehen wir ein Risiko ein und nehmen kurzfristig einen Kredit auf“, sagt Steier.

In ganz Sachsen werden in diesen Tagen rund 1000 Spendenboxen in Geschäften aufgestellt. „Darüber hinaus setzen wir natürlich auf Menschen, die sich für unsere Sache begeistern und uns finanziell unterstützen – dieses Schiff wird sehr viele Menschenleben retten“, hofft Steier auf eine erfolgreiche Kampagne.

Und wir fragen uns, wann die deutschen Schleppern endlich auf die Idee kommen Pendelrouten übers Mittelmeer einzurichten, damit die gesamte hilfebedürftige dritte Welt endlich sicher nach Deutschland kommt.