In der Bild am Sonntag warnt der Generalsekretär des Bündnisses, Jens Stoltenberg, vor einer Gefahr durch Russland. »Der NATO-Gipfel in Warschau findet zu einem Zeitpunkt statt, der entscheidend für unsere Sicherheit ist«, sagte Stoltenberg. »Wir stehen vor unvorhersehbaren Gefahren und komplexen Herausforderungen, einschließlich eines Russlands, das bereit ist, Gewalt anzuwenden, um Grenzen zu verändern.«
In Bild durfte der Oberbefehlshaber der US Army in Europa, Ben Hodges, die Keule herausholen. Russland sei die einzige Bedrohung, »die ein ganzes Land zerstören kann«.

der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Karl-Heinz Kamp fordert explizit »Gegen-Konzepte« für den Fall, dass Russland einen Krieg gegen osteuropäische NATO-Staaten beginne und dann versuche, »durch nukleare Drohungen das Bündnis zu spalten«. Der Leiter des zentralen militärpolitischen Thinktanks der Bundesregierung rät zu »kürzeren Reaktionszeiten« beim Einsatz von Atomwaffen und zu einer »verstärkten Übungstätigkeit« im »Nuklearbereich«.
Stramme Töne also aus Berlin. Sie zeigen, dass sich die Bundesregierung offenbar als Partner profilieren will, der den NATO-Expansions- und Eskalationskurs nicht nur mitmacht, sondern auch mit Begeisterung vorantreibt.