Und Obama heizt die Antirassismus Stimmung durch eine Hassrede gegen Weiße an.

Bei einer Anti-Rassismus-Demonstration sind im US-Bundesstaat Texas mehrere Polizisten erschossen worden. Fünf Menschen seien ihren Verletzungen erlegen, sagte Polizeichef David Brown. Insgesamt seien zwölf Polizisten und zwei Zivilisten getroffen worden, sagte Dallas‘ Bürgermeister Mike Rawlings dem Sender CBS. Einige von ihnen befanden sich demnach in lebensbedrohlichem Zustand.

Brown zufolge hatten mehrere Heckenschützen am Abend um kurz vor 21 Uhr (Ortszeit) mit Scharfschützengewehren das Feuer eröffnet. Man gehe davon aus, dass sich die Schützen an unterschiedlichen „erhöhten“ Orten positioniert hätten, um „so viele Beamte wie möglich zu verletzen oder zu töten“. Mehrere Polizisten seien in den Rücken getroffen worden. Die Schützen hätten zudem gedroht, „eine Bombe im Innenstadtbereich zu platzieren“.

Drei Tatverdächtige seien festgenommen worden, darunter eine Frau. Ein weiterer Mann hatte sich Brown zufolge in einem Parkhaus verschanzt und sich mit der Polizei einen 45-minütigen Schusswechsel geliefert. Verhandlungen seien erfolglos geblieben, sagte Brown. Bürgermeister Rawlings bestätigte, dass der mutmaßliche vierte Heckenschütze inzwischen tot ist. Er sei gestorben, nachdem die Polizei Sprengstoff eingesetzt habe, um ihn von weiteren Schüssen auf Beamte abzuhalten.

Ob es sich um einen gezielten Racheakt für zwei in den vergangenen Tagen in Louisiana und Minnesota getötete Afroamerikaner handelte, oder ob die Angreifer aus anderen Motiven handelten, werde nun mit Hochdruck geprüft, hieß es. Unklar ist auch, ob bereits alle Verdächtigen gefasst werden konnten.

Einer der Toten ist der 43 Jahre alte Transportpolizist Brent Thompson

Laut dem Sender KABC fand die Demonstration im Belo Garden Park in Dallas statt. Videoaufnahmen sollen zeigen, wie Polizisten und Teilnehmer des Protestmarsches hinter Fahrzeugen in der Straße Schutz suchen. Nach den Schüssen forderte die Polizei Anwohner auf, das Stadtzentrum von Dallas zu meiden.

Der öffentliche Verkehr in der Stadt wurde laut der Zeitung „Dallas Morning News“ unterbrochen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA sperrte den Luftraum über Dallas.

US-Präsident Barack Obama sprach angesichts der Polizeigewalt von einem „ernsthaften Problem“. Während eines Besuchs in der polnischen Hauptstadt Warschau sagte er: „Wir erleben so etwas viel zu oft.“ Jeder Amerikaner solle die Wut, die Frustration und die Trauer anerkennen, die so viele Amerikaner fühlen – „Gefühle, die in friedlichen Protesten und Mahnwachen ihren Ausdruck finden. Michelle und ich teilen diese Gefühle.“

Weiterhin sieht Obama in den USA ein Rassismuproblem, er ist der Meinung, dass es nur am weißen Rassismus liegt, dass doppelt so viele Schwarze in den Gefängnissen sind als Weiße.
Weiter führte er aus, dass die Vorfälle in Louisiana und Minnesota „symptomatisch für die größeren Herausforderungen in unserem Justizsystem, die Rassenungleichheiten“ sind.