In Satira veritas

Glück im Unglück hatte heute ein schwer alkoholisierter Autofahrer. Er wurde von der Polizei angehalten, durfte jedoch ungestraft weiterfahren. Der Mann hatte nämlich am Tag zuvor per Facebook-Posting den AGBs der Polizei widersprochen.

„Wir waren zum ersten Mal mit einem Widerspruch in der Form eines Status-Updates konfrontiert. Bisher haben alle Staatsbürger unsere AGBs akzeptiert“, erklärt Polizeisprecher Roman Hahslinger. „Bis jetzt ist niemand auf diese Idee gekommen. Dieser geniale juristische Trick wird unsere Arbeit deutlich erschweren.“

Gefeierter Bürgerrechtler
Die Erklärung des anonymen Alkolenkers wurde auf Facebook bereits hundertfach geteilt und übernommen. Er findet sogar prominente Unterstützer. „Dieser Mann hatte einen Traum. Und er hat sich bedingungslos dafür eingesetzt. Er ist für mich der Martin Luther King aller weißen Alkoholiker“, sagt etwa Ursula Stenzel.

Österreichweiter Trend
In ganz Österreich beginnen nun Facebook-User verschiedenen, anderen AGBs zu widersprechen. „Ich hab vor drei Tagen per Status-Update den AGBs meines Elternhauses widersprochen“, sagt Jonas G. stolz. Seitdem konsumiert der 13-Jährige durchgehend Softeis und Hardcore-Pornos. Die Eltern haben keine Möglichkeit mehr, ihren Sohn zurechtzuweisen.

Auch wirtschaftliche Folgen scheinen nicht ausgeschlossen. Immer mehr Menschen widersprechen den AGBs der Wiener Linien durch ein Posting auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Damit dürfen sie offiziell schwarzfahren und können nicht mehr belangt werden.