Bei einer Demonstration linker Gruppen in Berlin-Friedrichshain ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Die Demonstranten warfen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper. Mehrere Polizisten, aber auch Demonstranten wurden nach verletzt. Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, Polizeiautos wurden beschädigt. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mehrere Randalierer fest.

Es gab immer wieder Sprechchöre – skandiert wurde unter anderem „Bullenschweine raus aus Friedrichshain“ – und eine sehr aggressive Grundstimmung.
Gegen 22.15 Uhr drohte die Lage außer Kontrolle zu geraten. An mehreren Stellen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den meist vermummten Randalierern und den Polizisten.

Besonders schwere Ausschreitungen gab es in der Liebigstraße. Wie rbb-Reporter Olaf Sundermeyer berichtet, schossen dort Demonstranten mit Leuchtspurmunition auf die Einsatzkräfte. An mehreren Stellen in Berlin wurden auch wieder Autos angezündet, nicht nur in Friedrichshain, sondern unter anderem auch in Mitte und Steglitz.

Der deutschlandweit veröffentlichte Solidaritätsaufruf hatte offenbar gewirkt. Laut Polizeiangaben beteiligten sich rund 1.500 Demonstranten an der Kundgebung, die Veranstalter selbst sprachen von bis zu 3.000 Teilnehmern.
Die Polizei hatte nach eigenen Angaben rund 1.800 Beamte im Einsatz.

Seit ein paar Tagen steht außerdem ein Video im Netz, mit dem die linke Szene zur Demonstration und zur „Solidarität mit der Rigaer 94“ aufruft. Darin laufen Vermummte bei Nacht durch die Straßen, zünden Autos an, schlagen Scheiben ein und attackieren Polizisten.
Am Ende des Videos erscheint ein Schriftzug mit dem Aufruf „Kommt nach Berlin“.

Seit Wochen gibt es zudem fast in jeder Nacht Brandanschläge mutmaßlich Linksextremer auf Autos in der Stadt.

Berlins Regierender Bürgermeister Müller und Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann wollen mit den Links-Terroristen verhandeln und Lösungen suchen. Innensenator Henkel lehnt das grundsätzlich ab, da er weiß, dass die Bürgermeister den Forderungen der Terroristen nachgeben werden anstatt endlich mal hart durchzugreifen.

Von Seiten der Autonomen wurden die Verhandlungsvorschläge jetzt aufgegriffen – und zugleich Bedingungen gestellt: „Ein Abzug von Bullen und Sicherheitsfirmen aus der Rigaer 94 und die Rückgabe der Räume an die Hausgemeinschaft“ würde zur Einstellung aller Aktivitäten und Angriffe führen, hieß es auf der Internetseite „Linksunten Indymedia“. Und weiter: „Die Wähler/innen von Frank Henkel können ohne Sorge um ihre teuren Autos schlafen, wenn seine Einheiten aus der Rigaer 94 verschwinden.“

Gleichzeitig schließen die Linksextremisten eine Eskalation nicht aus. Bisher plane man alle Angriffe so, dass weder Polizisten noch Neonazis zu Tode kommen würden, schreiben sie im Internet. Man sehe aber die Gefahr, dass Demonstranten oder Unbeteiligte „durch die anhaltende Gewaltwelle von Bullen und Sicherheitsleuten ernsthaft verletzt werden oder Schlimmeres“. Dann folgt eine kaum verhohlene Drohung: „Dann würden auch wir unser Verhältnis zur Gewalt überdenken müssen.“

Das ist der staatlich subventionierte Kampf gegen Rechts ein Sammelbecken für Extremisten, die müssen immer beschäftigt werden sonst geraten sie außer Kontrolle.