Jetzt will man endlich, nach 3 Jahren der Diskussionen, die Eidesformel: „„Ich schwöre, dass ich meine ganze Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widme“ abschaffen und dafür nur noch dem „Wohle des Landes Nordrhein-Westfalen“ schwören.

Ausschlaggebend war, wie schon vor drei Jahren, dass nicht alle Landesbewohner Deutsche seien und sie somit diskriminiert würden.

Für Grünen-Fraktionsvize Stefan Engstfeld ist die Änderung der Eidesformel ein wichtiges integrationspolitisches Signal: „Dass die Mitglieder der Landesregierung in Zukunft schwören, ihre ganze Kraft dem Wohle des Landes Nordrhein-Westfalen zu widmen, spiegelt nur die gesellschaftliche Realität in unserem Bundesland wider, das wie kaum ein anderes von Einwanderung geprägt ist – gerade auch im Ruhrgebiet.“

Begründet wurde dies auch, weil in anderen Bundesländern das deutsche Volk ohnehin nicht (mehr) im Amtseid steht. Oft heißt es nur zum Wohle „des Volkes“, „des Volkes und des Landes“ oder „der Menschen des Landes Brandenburg“. Nur in Schleswig-Holstein steht noch explizit „des deutschen Volkes“ in der Landesverfassung.