Bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag ist in Nizza ein LKW in eine Menschenmenge auf der berühmten Strandpromenade Promenade des Anglais gerast. Die Staatsanwaltschaft in Nizza teilte mit, die Zahl der Toten sei mittlerweile auf mindestens 78 gestiegen. Die Opferzahl könne jedoch noch steigen und es gebe viele Verletzte. Der Bürgermeister rief die Bewohner von Nizza auf, vorsichtshalber zu Hause zu bleiben.

Wie in einer Aufnahme zu sehen ist, raste ein weißer, großer LKW in die Menge. Deutlich ist zu sehen, dass er kurz zuvor langsamer fuhr, dann jedoch Gas gab und in die Menge raste. Laut dem Département Alpes-Maritimes kann ein Anschlag noch nicht ausgeschlossen werden. Der Fahrer des Lastwagens ist tot, sagte der Sprecher des französischen Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet: „Die Polizei hat ihn neutralisiert„, sagte er. Er widersprach Gerüchten über eine Geiselnahme. Derzeit liefen Ermittlungen, um zu klären, ob der Lastwagenfahrer allein gehandelt oder Komplizen gehabt habe, die möglicherweise die Flucht ergriffen hätten.

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Reporter waren  für die Feierlichkeiten vor Ort, berichteten von Schüssen, dies konnte aber nicht direkt bestätigt werden, da zu diesem Zeitpunkt das Feuerwerk stattfand. Als die Reporter nach dem Vorfall auf die Straße rannten, haben sie zahlreiche lebslose Körper dort verstreut gesehen. Der regionale Unterpräfekt Humbert spricht von einem „kriminellen Angriff“. Augenzeugen berichten, der Fahrer des LKW sei ausgestiegen und habe um sich geschossen. Dies ist jedoch noch nicht bestätigt.

Der Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, Christian Estrosi, sagte, der LKW habe Waffen und Granaten geladen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris hat die Ermittlungen übernommen.

Frankreichs Präsident Francois Hollande, der sich in Avignon befunden hatte, reiste umgehend nach Paris zurück. In der Nacht traf er im Krisenzentrum im Innenministerium ein. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve reist an den Tatort.