Was haben sie gejammert bei der Einführung des Mindestlohns. Sie sprachen von regelrechten Massenentlassungen, Firmensterben sowie der Verschlimmerung der sozialen Lage in der BRD.

Und so rangen sich nach zähen Verhandlungen, Minister die mindestens 12.000€ jeden Monat beziehen, dazu durch, den Menschen einen Mindestlohn von 8,50 Euro zuzugestehen.
Aber nicht allen, denn der Niedriglohnsektor der Aufstocker mußte unbedingt erhalten bleiben um die Wirtschaft am Leben zu erhalten.

Nun kommt man zu dem grausigen Ergebnis: Der Mindestlohn reicht zum Leben nicht aus!

Wer Mindestlohn verdient und in einer westdeutschen Stadt wohnt, kann seinen Existenzbedarf nicht decken. Das hat die Bundesregierung berechnet.

Demnach erhält eine alleinstehende Person mit einer Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden und einem Mindestlohn von 8,50 Euro einen monatlichen Bruttolohn von 1388,62 Euro. Netto bleiben 1040,27 Euro übrig. Der durchschnittliche Existenzbedarf alleinstehender Erwerbstätiger betrage jedoch 1053 Euro und läge damit um 13 Euro über dem Gehalt, zitiert die „Rheinische Post“ aus dem Papier.

Doch der Mindestlohn betrifft nicht nur Alleinstehende, und nun?
Verdoppeln, verdreifachen? Um Gottes Willen!
Das würde die Wirtschaft ruinieren, dann doch lieber die Menschen dran glauben lassen.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, sieht keinen Grund zur Erhöhung des Mindestlohnes.
Für ihn ist er vollkommend ausreichend und im Grunde noch zu hoch. Dafür spricht er sich aus, dass die Sozialabgaben die Allgemeinheit übernehmen solle, damit der Billiglöhner ein Auskommen mit dem Einkommen habe.