Laut „Wall Street Journal“ haben russische Kampfflugzeuge einen Stützpunkt der Amerikaner und Briten in Syrien beschossen. Mehrere Menschen kamen demnach ums Leben, darunter auch Kinder.

Mehr als einen Monat lang war der Vorfall unter Verschluss: Russische Kampfjets sollen einen von Spezialeinheiten Großbritanniens und der USA genutzten Stützpunkt in Syrien angegriffen haben. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

Demnach hat sich der Beschuss am 16. Juni im Südosten des Landes nahe der jordanischen Grenze ereignet. Bei dem Angriff sollen Streubomben eingesetzt worden sein. Nach Informationen der Zeitung kamen fünf Zivilisten ums Leben, zwei von ihnen waren noch Kleinkinder. Dutzende weitere wurden verletzt.

Vertreter des amerikanischen Zentralkommandos in Katar hätten nach dem Angriff das russische Hauptquartier in Latakia darüber informiert, dass der Standort Teil der US-Präsenz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) sei. Rund 90 Minuten nach dieser Warnung habe es eine zweite Angriffswelle der russischen Jets gegeben, schreibt die Zeitung weiter.

Darüber hinaus sei am 12. Juli ebenfalls vom russischen Militär ein Lager angegriffen worden. Dort hätten sich Angehörige syrischer Rebellen aufgehalten, die vom US-Geheimdienst CIA unterstützt würden.

Bei einem Treffen zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei in der vergangenen Woche vereinbart worden, dass die USA und Russland im Kampf gegen den IS und die islamistische Nusra-Front verstärkt zusammenarbeiten.

Außerdem solle Russland Angriffe auf syrische Aufständische unterlassen, die von den USA unterstützt werden.
Das Pentagon hatte bestätigt, dass es am 16. Juni in der Nähe des Orts Al-Tanf einen Angriff auf einen Posten von Rebellen gegeben hat, die von den USA unterstützt werden.