Wie von Sinnen prügelt ein Mann auf zwei Beamte der Bundespolizei ein. Eine Frau und ein Kind stehen direkt daneben. Menschen kommen in Massen an einem Flughafen-Terminal in Frankfurt zusammen und grölen. Einer hat mit dem Handy gefilmt. Jetzt macht dieses verstörende Video auf Facebook die große Runde.

In dem Facebook-Video wird behauptet, der Mann habe seine Frau verteidigt, weil die Polizisten die Vollverschleierte gezwungen hätten, sich öffentlich auszuziehen. Andere spekulieren über einen vereitelten Anschlag.

Freitagabend: Wegen Gewitter können 25 startbereite Maschinen – darunter viele Langstrecken-Jets – bis 24 Uhr nicht mehr abheben.
Unter wütenden Protesten müssen 7000 Menschen (darunter viele Familien mit Kindern) wieder aussteigen, weil’s keine Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot gibt.
Christian Altenhofen, Sprecher der Bundespolizei: „Am Info-Schalter stapelten sich die Massen, und ein Mann verlor die Kontrolle, pöbelte eine Mitarbeiterin am Info-Schalter an.”
Die fühlt sich bedroht und ruft die Bundespolizei.
Zwei Beamte rückten an, versuchen, deeskalierend auf den Mann einzureden. Klappt nicht: Der Mann (37, wollte nach England fliegen) flippt aus, springt die Beamten an, tritt. Auch seine weibliche Begleitung kann ihn nicht mehr aufhalten.
Altenhofen: „Unsere Kollegen brachten mit körperlicher Gewalt mit dem Schlagstock den Angreifer unter Kontrolle.“ Die beiden Bundespolizisten wurden dabei verletzt.

Altenhofen: „Die Beamten mussten abwägen. Man hätte auch Pfefferspray nutzen können, aber wegen der vielen Menschen war die Luft sehr stickig und es hätte bei Pfefferspray-Einsatz mehrere Unbeteiligte getroffen.“

Gegen den 37-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingeleitet. Der Mann und seine Begleitung durften ihre Heimreise später fortsetzen.