Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat in einem Interview mit der Rheinischen Post bestritten, dass es in Nordrhein-Westfalöen so genannte „No-Go-Areas“ gibt.
Sie sagte: „Es gibt keine Straße in Nordrhein-Westfalen, in die sich die Polizei nicht traut.“

Ungeachtet der Kritik von Polizei-Gewerkschaftern und der zahlreichen Polizeimeldungen über zunehmende Angriffe auf Polizeibeamte in Ruhrgebiets-Städten wies Kraft auf gegenläufige Entwicklungen hin. So seien Straftaten gegen Leib und Leben auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren in der Statistik angelangt, die Aufklärungsquote in diesem Bereich bei fast 95 Prozent. Bei Jugendlichen habe NRW die niedrigste Kriminalitätsrate seit 45 Jahren. Gestiegen seien die Einbruchszahlen, doch dagegen gehe man entschieden vor.

Die Ministerpräsidentin räumte ein, dass es auch weitere Probleme gibt: „Es gibt Stadtteile, in denen sich die Probleme addieren. Das sind soziale und städtebauliche Probleme, die sich mit Zuwanderung vermischen. Dort steht Wohnraum leer, die Mieten sind niedrig, etwa Stadtteile, wo sich die Zuwanderung aus osteuropäischen Staaten konzentriert.“

Auf die Frage, ob sie denn alleine und ohne Personenschützer durch diese nicht vorhandenen „No go Areas“ gehen oder leben würde sagte sie, dass dies weder ihr Anliegen noch ihre Aufgabe sei.