Beim nächsten Anschlag werden wir jubeln

Posted on September 5, 2016 von

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sagen die Italiener. Warum, wie kann man nur so kaltherzig sein und Mordopfer bejubeln verspotten wollen?

Diese Frage sollten sich die Franzosen nicht nur stellen, sondern implizid Charlie Hebdo stellen,

Dass die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo kein Blatt vor den Mund nimmt, ist spätestens seit den Mohammed-Karikaturen, die zum Anlass eines grausamen Attentats wurden, kein Geheimnis. Doch was sich Charlie Hebdo nun mit den Erdbebenopfern Italien erlaubt, geht vielen eindeutig zu weit.

Die italienische Seele ist nach der schlimmen Naturkatastrophe vor mehreren Tagen ohnehin getroffen. Und jetzt hagelt es auch noch Hohn und Spott von den Franzosen für die italienischen Opfer. So haben die Zeichner von Chalie Hebdo Karikaturen gezeichnet, auf denen vom Erdbeben gezeichnete Opfer zu sehen sind. Sie werden als Nudelgerichte dargestellt. „Penne Sauce Tomate“, „Penne Gratinées“, „Lasagne“.

Vor allem die Darstellung von „Lasagne“ ist absolut geschmacklos, denn dort sind mehrere unter Trümmern verschüttete Tote zu sehen, wenngleich dies überzeichnet mit der beliebten italienischen Mahlzeit geschieht.

Natürlich sind die Italiener darüber erschüttert. Unter dem Hashtag „IononSoloCharlie“ distanzieren sich die Landsleute der Erdbebenopfer von der geschmacklosen Kampagne.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist man vor allem in der Erdbeben-Region selbst über diese Aktion sichtlich empört.

„Wie zum Teufel kann man eine Karikatur über die Toten machen?“, wird der Bürgermeister der Stadt Amarice zitiert.

Die Macher von Charlie Hebdo lässt eine solche Kritik jedoch völlig kalt. Sie legen in der verbalen Auseinandersetzung sogar noch nach und provozieren die Italiener mit einer weiteren Zeichnung. Daraufhin ist ein Erdbebenopfer zu sehen, dass folgenden Satz sagt: „Es ist nicht Charlie Hebdo, die eure Häuser gebaut haben, sondern die Mafia.“

Pauschale Mafia-Anspielungen sind in Italien ungefähr so beliebt, wie Fußpilz in der Freibadsaison.

Fest steht nach dieser Auseinandersetzung: So werden Franzosen und Italiener keine Freunde.

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