Vergangene Nacht kam es zu einer Vollsperrung der A93 zwischen Rosenheim und Kiefersfelden an der österreichischen Grenze. In einem verdächtigen Fahrzeug wurden bei einer Routinekontrolle an der Grenze Gegenstände gefunden, die für den Bau von Rohrbomben geeignet waren. Der polnische Fahrer und seine drei illegalen Mitfahrer von der Elfenbeinküsten und aus Guinea wurden festgenommen.
Sprengstoffexperten des LKA untersuchten die verdächtige Ladung. Foto: Josef Reisner/dpa

„Es waren sprengstoffverdächtige Gegenstände im Auto, und da ist man letztendlich auf Nummer sicher gegangen und hat weiträumig gesperrt. Experten haben dann festgestellt, dass keine akute Gefahr von diesen Gegenständen ausgeht. Es sind aber nach wie vor Dinge im Auto, die nach Sprengstoff aussehen“, sagte Polizeisprecher Andreas Guske, berichtet der „Bayerische Rundfunk“.

Die Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes bestätigten das Vorhandensein sämtliche Zubehörteile zum Bau von Rohrbomben. Demnach wurden drei Rohre und eine größere Menge Schwarzpulver gefunden. Auch wurden mehrere Handys und Verbindungskabel entdeckt. Außerdem wurden Hieb- und Stoßwaffen gefunden.

Das Fahrzeug mit polnischen Kennzeichen kam aus Richtung Tirol, Österreich. Ob die drei afrikanischen Insassen mit den entdeckten Gegenständen im Kofferraum etwas zu tun hatten ist bisher nicht bekannt. Fest steht aber, dass die drei Männer von der Elfenbeinküste und aus Guinea illegal ins Land geschleust wurden.

Laut der Newsseite „Rosenheim24“, wurde der Fahrer vor Ort vernommen. LKA-Sprecher Alexander Groß machte gegenüber dem Portal keine Aussagen über den Inhalt der Vernehmung. Nach wie vor unklar ist die Herkunft der Gegenstände und das Ziel des Polen.

Die Bundespolizei sperrte von Donnerstagnacht gegen 22.30 Uhr den mehr als 30 Kilometer langen Autobahnabschnitt für Stunden, auch die Raststätte Inntal wurde komplett geräumt. Erst gegen 6 Uhr morgens wurde vorläufige Entwarnung gegeben.
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