Innenminister Ralf Jäger lässt Sex-Mob-Anzeigen aus Kriminalstatistik streichen

Posted on Oktober 19, 2016 von

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In der Kölner Silvesternacht kam es zu mehr als 500 sexuellen Übergriffen. Die Strafanzeigen, die das Leid der Opfer dokumentieren, füllen mehrere Aktenordner.

In der polizeilichen Kriminalstatistik für Köln hat der Sex-Mob jedoch nicht zu einem rapiden Anstieg der Fallzahlen im Januar geführt. Gerade mal 17 Fälle gingen in die offizielle Polizei-Bilanz ein – in den Monaten April und Juni.

Auf Anfrage erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger, dass die Daten erst verwertet werden, wenn die Fälle an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurden.

„Dies ist bei zunächst hohem Ermittlungsaufwand insoweit nicht immer auch der Monat, in dem die Tat begangen wurde“, so Jäger. In der Statistik werden zudem nur schwere Fälle gelistet.

„Bei der überwiegenden Anzahl der Taten der Silvesternacht in Köln handelte es sich strafrechtlich um Taschendiebstähle und Beleidigungen auf sexueller Grundlage“, erklärt das Innenministerium.

Das heißt, dass die Delikte aus der Nacht offenbar nicht schwerwiegend genug sind um erfasst zu werden.
Oder um es anders auszudrücken: Was nicht in der Statistik steht, das ist nicht passiert, so die Logik des Innenministeriums.

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