Gebete, Kleidung, Alkohol etc. Islam verursacht immer häufiger Probleme mit Muslimen am Arbeitsplatz
Busfahrer stoppen für Gebet

Inzwischen gibt es schon mehrere Berichte, dass muslimische Busfahrer ihre Fahrt stoppten, ihr Gebet verrichteten und die Fahrgäste derweil warten ließen. In London ging ein Fahrer sogar so weit, die Passagiere aufzufordern, den Bus zu verlassen, um sein Gebet verrichten zu können. Zuerst dachten sie, es wäre ein Scherz doch als er auf dem Boden kniete und betete beklagte sich eine Frau, was zur Hölle er tun würde, sie käme dadurch zu spät zur Arbeit. Sie verließen den Bus und nahmen den nächsten, da ihnen der Rucksack des Fahrers verdächtig erschien und sie einen Anschlag fürchteten.

Streit um Gebetspausen: 190 Muslime entlassen

Vor dem Streik hatten die Bosse von Cargill Meat Solutions noch die Warnung ausgesprochen, dass Personen, die länger als drei Tage fehlen, entlassen werden. 190 Männer hatten diese Warnung offenbar ignoriert und verloren ihre Jobs.

Zu dem Streik war es gekommen, weil die muslimischen Angestellten mehr Pausen eingefordert hatten, um ihre Gebete verrichten zu können. Die Auseinandersetzung eskalierte, die Mitarbeiter legten ihre Arbeit nieder und Cargill Meat Solutions ließ ihrer Ankündigung schließlich auch Taten folgen.

Der Agrar- Konzern hat mit dieser drastischen Maßnahme für Empörung gesorgt. Ein offizieller Vertreter der betroffenen, aus Somalia stammenden Arbeiter erklärte in der „Denver Post“: „Für diese Menschen ist es schlimmer, ein Gebet zu verpassen, als ihre Arbeit zu verlieren. Das wäre, als würden sie den Segen Gottes verlieren.

Das in die Kritik geratene Unternehmen sieht die Sachlage anders: Einer Sprecherin zufolge wurde niemand daran gehindert, an den Gebeten teilzunehmen. Im Gegenteil, seit 2009 werde muslimischen Mitarbeitern sogar ein eigener Raum zur Verfügung gestellt, der für Gebete genutzt werden kann.

Cargill Meat Solutions räumte allerdings ein, dem Wunsch zahlreicher Angestellter, in größeren Gruppen zum Gebet zu gehen, nicht nachgekommen zu sein. Dies sei nicht möglich gewesen, weil dadurch die Produktionsabläufe wesentlich gestört worden seien und auch der Platz nicht ausreichend gewesen wäre. Danach seien alle Aussprachen und Schlichtungsversuche gescheitert.

In dem 2000- Mitarbeiter- Betrieb waren vor den Kündigungen rund 600 Muslime beschäftigt, mehr als 400 arbeiten nach wie vor dort.

Muslimische Studenten fordern Gebetsräume an Hochschulen

Auch in Deutschland bereiten die Gebete der Muslime bereits große Probleme an manchen Hochschulen. Mehrere Vorfälle wurden bereits bekannt, wo interreligiöse Gebetsräume von muslimischen Studenten vereinnahmt wurden. In Stuttgart, wo es keine derartigen Räume gibt, gingen sie sogar so weit, in den Gängen der Bibliothek zu beten und dabei Studenten wie Angestellten verboten, den Raum während dieser Zeit zu betreten.

Muslimische Kassiererin schickt Kunden weg

Ende vergangenen Jahres in England wollte ein Kunde eine Flasche Wein in einem Supermarkt kaufen doch die muslimische Kassiererin schickte ihn in eine andere Schlange, weil ihr aufgrund ihres Glaubens das Anfassen von Alkohol verboten sei. Der Einkäufer beschwerte sich daraufhin bei der Geschäftsleitung, die sich bei ihm entschuldigte und die Angestellte versetzte.
Ein ähnlicher Fall fand 2011 in Deutschland statt. Ein muslimischer Ladenhelfer weigerte sich, Alkohol anzufassen und wurde deshalb gekündigt. Er klagte dagegen und bekam vom Bundesarbeitsgericht insoweit Recht, dass ihm ein alternativer Arbeitsplatz angeboten werden muss.

Muslimisches Krankenhauspersonal problematisch in England

Auch im Gesundheitswesen macht das Alkoholverbot des Islams Probleme. Manche muslimische Ärzte und Schwestern wollen keine alkoholhaltigen Desinfektionsmittel benutzen. Streng gläubige Muslimas weigern sich sogar ihre Unterarme zu entblößen, sei es für die Reinigung oder für die Zeit im Operationssaal, da es laut ihrer Religion unschicklich sei, so viel nackte Haut in Anwesenheit fremder Männer zu zeigen. Das Nationale Gesundheitsamt Großbritanniens lenkte inzwischen ein und setzte Hygienevorschriften aus bzw. änderte sie ab, damit Muslime auch im Krankenhaus ihrer Religion folgen können.

Kopftuch beschäftigt deutsche Gerichte

In Deutschland beginnen aber auch die ersten Probleme mit muslimischen Berufstätigen. Mehrere Muslimas klagten vor Gericht, wenn ihnen auf der Arbeit das Tragen des Kopftuchs verboten wurde.