Am Mittwoch schlägt die Natur wieder besonders heftig zu: Binnen einer Stunde wackelt es drei Mal mit einer Stärke von mehr als 5. Auch im 150 Kilometer entfernten Rom rennen Menschen auf die Straße, Büros und Schulen werden geräumt, die Metro zeitweise geschlossen. Am Nachmittag kommt ein weiterer starker Erdstoß dazu. Am Abend wird ein Toter gemeldet, eine weitere Person könnte unter einer Lawine verschüttet sein. In der Berggemeinde Campotosto nahe der Abruzzen-Hauptstadt L‘Aquila bargen Feuerwehrmannschaften eine Mutter und ihr Kind aus den Trümmern ihrer Wohnung.

 

Das Problem in der Erdbebenregion ist dieses Mal allerdings vor allem der Schnee, der im Apennin-Gebirge teils meterhoch liegt. Und es ist bitterkalt. Eine weiße Mauer hat die Menschen in einigen Orten quasi umzingelt. Der Zivilschutz spricht von einer „komplizierten Lage“.

„Ich weiß nicht, ob wir irgendetwas angestellt haben, ich frage mich das seit gestern, zwei Meter Schnee und jetzt noch das Erdbeben. Was soll ich sagen? Mir fehlen die Worte“, sagt der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, im TV. In seinem Ort und in der Umgebung kamen bei dem Erdbeben am 24. August fast 300 Menschen ums Leben.

Von einem wirklichen Wiederaufbau kann immer noch kaum die Rede sein. Viele Überlebende beschweren sich, dass der Staat sie vergessen habe.

 

Nicht das neue Erdbeben sei nun das größte Problem, sondern der Schnee, so Pirozzi. Es müssten mehr Räumfahrzeuge her, viele Menschen seien von der Außenwelt abgeschnitten. Seit Beginn des Jahres schneit es in dem Regioneneck zwischen den Abruzzen, Latium, den Marken und Umbrien mehr oder weniger heftig. Nachts können die Temperaturen auf minus zehn Grad sinken.

Seit Monaten werden wir von Erdbeben verfolgt, die nie aufhören wollen“, sagt der Anwohner der Gemeinde Montereale, Donato De Santis, der Nachrichtenagentur Ansa. „Wir wollen uns in Sicherheit bringen (…). Aber wir sind vom Schnee eingeschlossen.“ Auch aus der Stadt Ascoli Piceno kommt ein verzweifelter Hilferuf. Der Bürgermeister verlangt das Militär. „Hier sind Hunderte Menschen isoliert und ohne Strom“, sagt Guido Castelli laut Ansa. „Die Leute sind terrorisiert.“ Er spricht von einem „monströsen Notfall“.

Ja, die Menschen sind seit jenem August-Beben das ständige Wackeln gewohnt, aber sie sind mit den Nerven am Ende. Zehntausende sind obdachlos, wohnen in Notunterkünften. Viele Orte sind Geisterorte. „Die Beben haben seit dem 24. August nie aufgehört, wir sind bei mehr als 45 000. Die Menschen, die in der Gegend wohnen, erleben das jeden Tag“, sagte der Chef des Zivilschutzes Fabrizio Curcio.

Nach Einschätzung von Seismologen hängen auch die neuen heftigen Erdstöße wahrscheinlich mit dem Beben im August zusammen. Damals hieß es, es gebe einen Dominoeffekt. Die gesamte Mittelgebirgsregion Italiens kann man mit anderen Worten auch als Pulverfass beschreiben. Die Erdbeben-Serie vom Mittwoch sei laut Seismologe Alessandro Amato „ein neues Phänomen in der jüngsten Geschichte.“ Es seien mehr als 100 Erschütterungen gemeldet worden, davon vier mit einer Stärke von über 5 in einem Zeitraum von drei Stunden.

Und noch schlimmer: Weitere, noch stärkere Erdbeben könne man nicht ausschließen, sagt der Erdbebenexperte Carlo Meletti der Zeitung „La Repubblica“. Der Alptraum im Apennin geht weiter.

Hätte man anstatt der millionen Invasoren di Bewohner der betroffenen italienischen Regionen über die Wintermonate aufgenommen, man hätte Dankbarkeit erfahren und selbst inklusive Wiederaufbau hätte es weniger gekostet, als Schmarotzer auf Lebenszeit zu verköstigen,

Doch die deutschen Medien und Politiker interessiert das alles nicht, die sind nur daran interessiert darüber zu berichten, das sogenannte „Migranten“ auf Lesbos bei lebensgefährlichen Temperaturen von plus 13 Grad kurz vor dem erfrieren sind.