Von Robin Renitent

Erinnern Sie sich noch an die Bundesjustizschlampe Herta Däubler-Gmelin (1998-2002) ? Sie war sich nicht zu blöd den US-Präsidenten George W. Bush mit „Adolf Nazi“ gleichzusetzen.

Nun warte ich seit Wochen auf die erste Pfeife die Trump mit Hitler gleichsetzt. Weil das ja alles ganz einfach ist. Timothy Snyder heißt der Professor und bei dem sieht das so aus:

Die Welt: „Darf man das überhaupt, was Sie in Ihrem Artikel getan haben – Trump mit Hitler in einem Atemzug nennen? Hitler war ein Monster, er hat Millionen Menschen umgebracht. Trump hat ein paar sehr hässliche Reden gehalten.“

Snyder: „Natürlich hat Trump nichts von dem getan, was das Naziregime angerichtet hat – aber Hitler hatte das 1932 und 1933 auch noch nicht getan. Die Zeit bewegt sich vorwärts,…..“

Die Welt: „Aber warum verwenden Sie ausgerechnet Hitler als Referenzpunkt? Warum nicht einen anderen Diktator?“

Ja warum ? Will ich auch wissen.

Snyder: „Ich halte einen großen Terroranschlag in den kommenden Jahren für sehr wahrscheinlich – unter dieser Regierung für wahrscheinlicher als unter den vorigen Regierungen –, und da die Leute um Trump über die Dreißigerjahre nachdenken, werden sie wohl auf diese Weise reagieren.“

Er meint wie auf den Reichtagsbrand.

Snyder: „Unter einem Präsidenten Trump tun wir vielleicht Dinge, die dermaßen provokant oder idiotisch sind, dass wir den Krieg zu einem Zeitpunkt kriegen, der ihm nicht passt – das ist möglich. Aber Kriege sind manchmal paradoxerweise schwerer zu arrangieren als Unterdrückung zu Hause. Hitler wollte einen Krieg, lange bevor er ihn bekommen konnte.“

Na, ich hole mir mal Popcorn und schaue zu. Sollte ich zwischendurch einschlafen weckt mich bitte auf. Aber nur dann, wenn Trump eine Popelbremse gewachsen ist.

Sonst nicht.