Nicht immer ist die Presse eine Lügenpresse, mitunter geriert sie sich als Schleuserorgan und gibt Tipps wie man nach Deutschland ins Asylsystem kommt.

>>Sollten Sie bereits in der glücklichen Lage sein, ein Jobangebot mit einem Bruttojahresgehalt von mehr als 50.800 Euro zu haben, können Sie direkt die Blaue Karte EU beantragen. Wenn Sie Naturwissenschaftler*in, Informatiker*in oder Ärzt*in sind, reicht schon ein Jobangebot mit einem Bruttojahresgehalt von 39.624 Euro.
Soviel verdienen Sie in Ihrem neuen Job nicht? Okay, dann muss die deutsche Arbeitsagentur zustimmen. Wenn Sie noch keine Stelle in Deutschland gefunden haben, kommt für Sie das Visum zur Arbeitsplatzsuche in Frage.<<

Wenn man aber keine Lust hat zu arbeiten, dann kann man immer noch seinen Pass entsorgen und „Ficki Ficki-Asyl“ brüllen um Obdach und Geld zu erhalten.

>>Gehören Sie einer Berufsgruppe an, die in der Türkei von Inhaftierung oder Berufsverbot bedroht ist? Für JournalistInnen und AkademikerInnen gibt es Stipendien, mit denen Sie für deutsche Verhältnisse unbürokratisch und kurzfristig nach Deutschland kommen können.<<

Der Status der Verfolgung berechtigt einem natürlich auch zur Asylforderung.

>>Die Philipp-Schwartz-Initiative vergibt Stipendien an gefährdete Akademiker*innen, die damit für zwei Jahre an deutschen Hochschulen arbeiten können und dafür eine Pauschale bekommen. Sie können sich nicht direkt für das Stipendium bewerben; wenden Sie sich stattdessen an deutsche Hochschulen, die Sie nominieren dürfen. Lassen Sie sich zudem beim Scholars at Risk Network registrieren. Vielleicht kommt eine Hochschule auf Sie zu, die Sie gerne aufnehmen würde.
Das Netzwerk schätzt auch Ihre Gefährdung ein und erstellt einen Nachweis, den Sie bei der Philipp-Schwartz-Initiative erbringen müssen. Als Journalist*in können Sie sich für das Internationale Journalistenprogramm der Johannes-Rau-Stiftung bewerben. Mit dem Stipendium können Sie zwei Monate in einer deutschen Gastredaktion arbeiten und bekommen eine monatliche Vergütung. Zwei Monate sind zwar kein langfristiger Ausweg, aber vielleicht ergibt sich daraus ja ein Job.
Einen Vorteil haben beide Stipendien allemal: Sie sind in Deutschland direkt in ein Arbeitsumfeld eingebunden. Knüpfen Sie Kontakte, bauen Sie ein Netzwerk auf; über Beziehungen findet sich oft eine Stelle, mit der man wiederum bessere Aussichten auf einen Aufenthaltstitel hat.<<

Natürlich wird es Studenten geben die Germanistik oder anderes in Deutschland studieren wollen, spricht ja auch keiner dagegen, doch die, die tatsächlich studieren wollen, die wissen auch so wo sie sich bewerben müssen und benötigen dazu die TAZ nicht.

>>Verlieben Sie sich in eine*n nette deutsche*n Staatsbürger*in oder in eine Person, die dauerhaft im Bundesgebiet lebt. Machen Sie ihr oder ihm einen Heiratsantrag. Wenn sie oder er nein sagt, sollten Sie rund 30.000 Euro besorgen, und eine Scheinehe anbieten. Im besten Fall handeln Sie einen niedrigeren Preis heraus. Aber zahlen Sie nicht das ganze Geld sofort.<<

Scheinehe, ist das nicht strafbar? Ja, für den oder die Deutsche, für Türken wäre es nur eine Verbotsirrung, man kennt ja nur seine Rechte in Deutschland aber nicht die Gesetze und Pflichten.

>>Auf einem maroden Boot übers Meer von der Türkei nach Europa zu kommen, ist ein Weg, den niemand freiwillig wählt. Gehen wir davon aus, Sie nehmen das Risiko dennoch in Kauf. Gehen Sie in eins dieser Viertel in Istanbul, in dem sich die Flüchtlinge aufhalten und versuchen Sie Ihr Glück. Suchen Sie einen schaufensterlosen Laden, an dessen Tür eine Schwimmweste hängt.<<

Nun wird es einige Leser geben, die herum jaulen, dass keiner Asyl, sondern nur ein besseres Leben auf Kosten der Deutschen haben wollen, doch selbst dies wiederlegt die TAZ, die ganz offen schreibt:

>>Wenn Sie in Deutschland angekommen sind, können Sie bei jeder Behörde einen Asylantrag stellen. Melden Sie sich also zum Beispiel bei der Polizei oder der Ausländerbehörde. Dort werden Sie registriert und bekommen einen temporären Ausweis, mit dem Sie berechtigt sind, sich in Deutschland aufzuhalten.
Zahlreiche Flüchtlingsinitiativen bieten Asylberatungen an. Eine Übersicht zu den verschiedenen Möglichkeiten, nach Deutschland zu kommen, bietet außerdem die Seite Almanya Now.  <<

Noch fragen?